ALG-II-Empfänger dürfen doch nur einfache Wegstrecke absetzen

Wer als Arbeitnehmer auch gleichzeitig Anspruch auf ALG II (Arbeitslosengeld II) hat, kann für Fahrten zum Arbeitsort Pauschalen absetzen. Bei der Berechnung zählt die Entfernung zwischen Arbeits- und Wohnort und nicht die tatsächlich zurückgelegte Wegstrecke- entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen im Beschluss vom 21. Februar 2007 (AZ: L 9 AS 67/07 ER).
Eine Entscheidung vom Sozialgericht Lüneburg vom 12. Januar 2007 (AZ: S 24 AS 1302/06 ER) wurde damit von den Richtern revidiert.
Die Fahrtkosten von Arbeitslosengeld II Empfängern dürfen nicht anders berechnet werden als im Einkommensteuerrecht. Dafür gebe es keinen Grund. Höhere Fahrtkosten als die 20 Cent Pauschale je Kilometer kann zudem jeder Leistungsempfänger geltend machen, wenn er die erforderlichen Nachweise erbringt.

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