Baustellenlärm am Urlaubsort – 25 % Reisepreisminderung sind erlaubt

Eine Minderung des Reisepreises um 25 Prozent sind bei dauerhaftem und intensivem Baustellenlärm erlaubt. Handelt es sich um eine Pauschalreise, ist bei der Minderung der Gesamtpreis maßgeblich. Dies hat das Amtsgericht München mit seinem Urteil vom Urteil vom 22.12.2006 (Aktenzeichen: 133 C 25925/06) entschieden.

Die drei Kläger hatten eine Reise in der Zeit von Ende Februar 2006 bis Anfang März 2006 auf den Philippinen gebucht. Zwei der drei Kläger hatten zusätzlich auch Tauchgänge gebucht. Bei ihrer Anreise mussten sie feststellen, dass sich nur wenige Meter hinter den Bungalows der Kläger bzw. direkt neben der Tauchschule am Hotelstrand und ca. 30 Meter von der Hotelanlage entfernt Baustellen befanden. Auf diesen wurden unaufhörlich zwischen 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr gearbeitet. Eine weitere Baustelle lag zwar etwas weiter entfernt, allerdings in Hörweite. Die Lärmbelästung war so intensiv, dass sich die Urlauber weder am Hotelstrand, am Pool, noch in den Bungalows mit normaler Lautstärke verständigen konnten. Ausweichmöglichkeiten waren nicht vorhanden.

Die Kläger minderten den Reisepreis aus diesen Gründen um 25 Prozent und verlangten diese Summen (637,25 EUR, 625,00 EUR sowie 752,50 EUR) von der Reiseveranstalterin zurück, welche sich weigerte. Sie begründet auch, dass der gesamte Reisepreis nicht gemindert werden könne, da die Transferleistungen, Verpflegung und Tauchleistungen mangelfrei erbracht wurden.

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Das Amtsgericht München gab den Klägern Recht.

Es begründete seine Entscheidung damit, dass sich die Kläger einschließlich Begleiter auf Grund der unstreitig vorhandenen Lärmbelästigung tagsüber an keiner Stelle der Anlage unbeeinträchtigt aufhalten konnten. Ausweichmöglichkeiten waren nicht vorhanden. Da es sich um eine kleine Insel handelte, bei der der Bade- und Tauchanteil den wesentlichsten Urlaubszweck ausmachten, sei eine Minderung des Reisepreises um 25 Prozent daher sogar noch moderat. Diese Minderung sei aus dem Gesamtreisepreis zu ermitteln, unabhängig davon, ob einzelne Teile (z.B. Flug, Verpflegung) mangelfrei gewesen seien. Der Wert der Einzelleistung sei nicht maßgeblich, was sich auch auf die zusätzlich gebuchten Tauchgänge beziehe. Diese angebotene Zusatzleistung sei von der beklagten Reiseveranstalterin aus Sicht des Kunden als Gesamtpaket mit Flug und Unterkunft angeboten worden. Zwar könnten die Tauchlehrgänge herausgerechnet werden, aber insgesamt sei die Reise als „Sportreise“ angeboten worden. Somit verbietet sich eine Aufspaltung in einen Flug-/Unterbringungs- sowie Sportteil. Weiterhin sei auch der Tauchlehrgang nicht mangelfrei erbracht worden. Der eigentliche Tauchvorgang sei zwar ordnungsgemäß durchgeführt worden, aber zum Tauchen gehöre neben dem eigentlichen Tauchen auch die Belehrung und Einweisung sowie die anschließende Erholungsphase. Diese war auf Grund des Baustellenlärms nicht möglich, was den Tauchgenuss insgesamt schmälere und darüber hinaus auch auch gesundheitsgefährdend sei.

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One Response to Baustellenlärm am Urlaubsort – 25 % Reisepreisminderung sind erlaubt

  1. Billigflug sagt:

    Es ist schon sehr kundenunfreundlich dort als Reiseveranstalter nicht kulant zu handeln. Diese Kunden hat die Reiseveranstalterin zum letzten Mal gesehen. Es wundert mich wirklich wie leider sehr viele Unternehmen statt mit dem Kunden an einem Strang in die selbe Richtung zu ziehen, nur ihre Profitgier im Blick haben. Nur gerecht, wenn durch so kurzfristiges Profitdenken die Kunden wegrennen.

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