Minijob mit Ehrenamt kombinierbar

Nach wie vor sind sowohl bei Arbeitgebern als auch bei den Aushilfskräften Minijobs auf 400-Euro-Basis sehr beliebt. Hierbei führt der Arbeitgeber monatlich gleichbleibende Kosten von 30 % an die Minijob-Zentrale ab. Dem Arbeitgeber werden 400,- EUR bar ausgezahlt.

Diese Regelung wurde durch das am 7. Juli 2007 vom Bundestag beschlossene „Gesetz zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ möglich. Rückwirkend zum 1. Januar 2007 wurden die Aufwandsentschädigungen für nebenberufliche Tätigkeiten als Übungsleiter in Sportvereinen, als Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder für vergleichbare Tätigkeiten sowie für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen von 1.848,- EUR auf 2.100,- EUR angehoben. Bei der Ermittlung der Beiträge zur Sozialversicherung ist diese steuerfreie Aufwandsentschädigung von 175,- EUR nicht mit einzubeziehen. Soll das Gesetz wie geplant zum 1. Januar 2007 in Kraft treten, muss der Bundesrat dem noch zustimmen. Voraussichtlich wird der Bundesrat das Gesetz am 21. September 2007 endgültig beschließen.

Praxis-Tipp:

Laut Pressemitteilung der Minijob-Zentrale vom 11. Juli 2007 kann einer Aushilfe, die nebenberuflich als Lehrerin auf 400-EUR-Basis beschäftigt ist, zusätzlich zu diesen 400,- EUR die steuer- und abgabenfreie Aufwandsentschädigung von 175,- EUR bezahlt werden. Der Vorteil dabei ist, dass die Aushilfe netto mehr ausbezahlt bekommt und die pauschale Abgabe von 30 % für den Minijob weiterhin nur ausgehend von 400,- EUR berechnet wird.

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