Autopreis falsch genannt: Police greift bei Diebstahl nicht

Werden im Falle eines Diebstahls vom Eigentümer unrichtige Angaben über den Kaufpreis eines Fahrzeuges gemacht, kann dies den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten.

Ein Urteil des Landgerichts Coburg entschied entsprechend, was in der Zeitschrift „Recht und Schaden“ anhand eines Berichtes dokumentiert wurde. Danach darf in einem solchen Fall das Versicherungsunternehmen von einer Täuschung ausgehen und braucht keine Leistung zu erbringen (AZ:13O 314/06). Im besprochenen Fall hatte ein Fahrzeughalter gegen seine Teilkaskoversicherung geklagt. Gegenüber seinem Versicherungsunternehmen hatte er angegeben, sein Auto sei in Polen gestohlen worden, der Kaupreis habe bei 10.000 Euro gelegen. Später bemerkte die Versicherung anhand der Rechnung des Autoverkäufers, dass sich der Fahrzeugpreis lediglich auf 7.900 Euro belief.

Der Fahrzeughalter müsse bei der Ermittlung des Wertes seines gestohlenen Autos ehrlich mithelfen, worauf die Versicherungsunternehmen angewiesen seien. Aus diesem Grund sei es zulässig, die Schadensregulierung zu verweigern, falls die Angaben des Fahrzeughalters falsch seien. Eine Ausnahme hierbei ist allerdings dann gegeben, wenn der Versicherungsnehmer die Vermutung auf vorsätzliche Täuschung plausibel widerlegen kann, lautete die Argumentation der Richter.

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