Doppelte Haushaltsführung – Abzugsgrenzen für Wohnungskosten

Nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 des Einkommensteuergesetzes ist der Abzug als Werbungskosten oder Betriebsausgaben in Verbindung mit einer doppelten Haushaltsführung auf sogenannte notwendige Mehraufwendungen begrenzt.

Genau festgelegt, welche Höchstgrenze für den notwendigen Mehraufwand berechnet werden kann, war dies allerdings bisher nicht. Jetzt entschied der Bundesfinanzhof mit seinem Urteil VI R 10/06, dass es aufgrund der je nach Ort sehr schwankenden Wohnkosten keine grundsätzlichen Höchstgrenzen geben kann, als notwendige Aufwendungen werden allerdings nur die Aufwendungen für eine Wohnung bis sechzig Quadratmeter Größe sowie einem nach Lage und Ausstattung durchschnittlichen Wohnstandard am Ort der Beschäftigung anerkannt.

Weiterhin entschied der BFH mit Urteil VI R 23/05, dass die Begrenzung der Wohnfläche von sechzig Quadratmetern auch in dem Fall nicht überschritten werden darf, falls keine kleineren Wohnungen auf dem Markt zur Vermietung stünden, die Wohnungswahl eilig sei oder zur Wohnung ein Zimmer gehört, welches teilweise auch als Büro genutzt wird. Nur dann, wenn dieses Zimmer den Voraussetzungen eines steuerrechtlich anzuerkennenden Arbeitszimmers entspricht, können die so entstehenden Aufwendungen gesondert beurteilt werden und bis zur Höhe der gesetzlich vorgesehenen Höchstgrenze für das häusliche Arbeitszimmer abgezogen werden.

In den zugrunde liegenden Streitigkeiten ging es zum einen um einen Steuerpflichten, welcher am Ort seiner Beschäftigung eine ca. 93 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung angemietet hatte und die hierfür anfallenden Kosten als notwendige Mehraufwendungen geltend machen wollte. Der andere Fall beschäftigte sich mit einer Steuerpflichtigen, die für eine 57 Quadratmeter große Wohnung den Abzug von Werbungskosten beantragte. Der Bundesfinanzhof verwies beide Fälle an die Finanzgerichte zurück. Sie sollten auf der Grundlage weiterer Feststellungen prüfen, ob die den Steuerpflichten entstandenen Aufwendungen für die jeweiligen Wohnungen tatsächlich die Grenze des Notwendigen überschritten hatten. Diese Grenze würde sich bei einer Wohnfläche bis sechzig Quadratmeter mit einer ortsüblichen Durchschnittsmiete ergeben. BFH, Urteile v. 08.07, VI R 10/06 und VI R 23/05

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