Bundestag erhöht Bafög-Sätze
Erstmals seit 2002 werden die Bafög-Sätze wieder angehoben. Für Studenten und Fachschüler steigt die Ausbildungsförderung ab 2008 um zehn Prozent.
Parallel dazu werden die Freibeträge für die Eltern um acht Prozent angehoben, wodurch erheblich mehr Personen eine Förderung erhalten werden können. Das wurde vom Bundestag beschlossen.
Grundlage für die Erhöhung des Bafög ist, dass das Bildungsministerium seinen Etat um rund 55 Millionen Euro aufgestockt hat.
Zum jetzigen Zeitpunkt finanzieren etwa 500.000 Studenten und 320.000 Fachschüler aus bedürftigen Familien mit dem Bafög ihre Ausbildung.
Das Bafög teilt sich in eine Hälfte als Zuschuss vom Staat und als andere Hälfte als zinsloses Darlehen. Die Förderungshöhe ist vom Einkommen der Eltern abhängig. Die Freibeträge für die Eltern werden ab 1. Oktober 2008 um 8 Prozent angehoben und die Fördersätze selbst um 10 Prozent. Somit kann ein nicht mehr bei den Eltern wohnender Student bis zu 643,- EUR monatlich erhalten. Bis zu 400,- EUR dürfen dazuverdient werden. In diesen 643,- EUR sind nach den Angaben des Bildungsministeriums die erhöhten Zuschläge zur Krankenversicherung und für die Wohnung mit einberechnet worden. Neu eingeführt wurde ein Kinderbetreuungszuschlag, der bei bis zu 113,- EUR für das erste Kind und bis zu 85,- EUR für jedes weitere Kind liegt.
Durchschnittlich erhalten Studenten 376,- EUR monatlich, wobei der Höchstbetrag bei derzeit 585,- EUR monatlich liegt. Dieser war seit 2002 nicht mehr erhöht worden. Der Staat wendet für das Bafög im Jahr ca. 2,2 Milliarden Euro auf, wovon der Bund 65 Prozent und die Länder 35 Prozent tragen.
Eine weitere Neuerung ist, dass das Bafög ab 2008 bereits ab dem ersten Semester für im Ausland Studierende gezahlt wird. Dies war vorher erst ab dem dritten Semester möglich. Hier wurde ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes umgesetzt.

Vom Grundprinzip her der richtige Weg – studieren in Deutschland so schon zu wenige Menschen. Auch die Studierendengebühren haben, denke ich, viele Menschen vom Studieren abgeschreckt. Da könnte eine entsprechende Förderung Land wieder gut machen.
@Benjamin: Da hast du schon recht. Gerade die Studiengebühren tun schon ziemlich weh. Allerdings ist das Problem immer, überhaupt BaFöG zu bekommen – und wenn man zu wneig bekommt und nebenbei arbeitet, wird einem alles gestrichen. Ist also eher eine Geschichte für Studenten, die nicht arbeiten wollen und irgendwo leben, wo man mit dem Geld auskommt.
Statt das Bafög anzuheben, fände ich es besser wenn man die Studiengebühren senken würde bzw wieder abschaffen würde. Da wie Christof schon meinte hat man vom Bafög nichts wenn man nebenbei arbeitet.
Ich finde die Erhöhung auch erstmal eine gute Sache. Aber wenn Studiengebühren und Mehrwertsteuer Erhöhung mit einbezieht bleibt nicht mehr viel übrig.