Erbschaftssteuerreform: Wer pflegt, erbt zukünftig mehr

Am 25. Januar 2007 beschloss das Bundeskabinett, dass zukünftig Angehörige, die einen Verstorbenen über lange Zeit hinweg gepflegt haben, künftig mit einem höheren Erbanteil rechnen können.

Justizministerin Brigitte Zypries erklärte dazu, dass durch die Mitte des laufenden Jahres in Kraft tretende Neuregelung dem “letzten Willen des Erblassers größeres Gewicht eingeräumt werde”.

Nach diesem neuen Recht würden zum Beispiel einer nicht Berufstätigen, die im Gegensatz zu ihrem Bruder die Schwester allein gepflegt hat, bei einem Nachlass von 100.000,- EUR Pflegeleistungen in Höhe von 20.000,- EUR angerechnet. So bekäme sie von dem Gesamterbe also 60.000,- EUR, da die 20.000,- EUR von dem Gesamterbe zuerst abrechnet werden und dann das Erbe geteilt wird.

Ein weiterer Kernpunkt dieser Reform ist auch, dass nunmehr die gesetzlich zustehende Pflichtanteile verloren gehen können. Ein Grund für ein Enterben eines Angehörigen war früher nur möglich, wenn dieser dem Verstorbenen nach dem Leben getrachtet hatte. Jetzt wird ein anerkannter Enterbungsgrund auch sein, wenn das den Lebensgefährten oder auch die Stiefkinder betrifft.

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Enterbt kann allerdings nicht mehr werden, wenn der Erbe ein nach Ansicht des Verstorbenen einen ehrlosen oder unsittlichen Lebenswandel” führte. Dies hat man insofern verändert, dass nur ein triftiger Grund Verbüßen einer Haftstrafe ohne Bewährung des Erben wäre.

Wird das Vermögen schon zu Lebzeiten verschenkt, konnte bislang noch 10 Jahre danach der Pflichtteil eingefordert und die Schenkung rückgängig gemacht werden. Neu ist, dass das verschenkte Vermögen immer weniger in die Berechnung des Pflichtteils einbezogen wird, je länger der Zeitpunkt der Schenkung zurückliegt.

Wird ein Unternehmen vererbt, muss an die eventuell vorhandenen Miterben nun nicht mehr sofort der Pflichtanteil ausbezahlt werden. Das ist jetzt auch Ratenzahlungen möglich.

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2 Responses to Erbschaftssteuerreform: Wer pflegt, erbt zukünftig mehr

  1. Erik sagt:

    Diese Reform ist endlich einmal gelungen. Insbesondere die Firmenvererbung im Zusammenhang mit der Auszahlung anderer Erben war ein sehr erhebliches Problem, bei dem viele kleinere Firmen augegeben werden mussten.

    Vielleicht hilft diese Regelung auch dabei, dass „auswandern“ von Firmen in die Schweiz etc. zu verhindern.

  2. Olli sagt:

    Ich finde die Reform auch in Ordnung – wobei das Erbschaftsgesetz in Deutschland immer noch viel zu kompliziert ist.

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