Kleine Wohnungen sind keine große Kapitalanlage

Kleinere Wohnungen bis zur Größe von zwei Zimmern galten viele Jahre als eine sichere Geldanlage.

Mittlerweile mussten aber auch Experten zugeben, dass diese Prognose nicht richtig war. Das Angebot an diesen Immobilien ist momentan sehr groß. Allerdings wird von Experten von einem Kauf eher abgeraten, da die Wertsteigerungs- und Vermietungschancen viel besser dargestellt werden, als sie es tatsächlich sind. Daher ist es auch relativ problematisch, diese Wohnungen zu vermieten.

Wo noch in den 90er Jahren Wohnungen dieser Größenordnung auf Grund der steigenden Anzahl von Scheidungen sich einer vermehrten Nachfrage erfreuten, konnten sich jedoch auch Ein-Personen-Haushalte wegen des wachsenden Angebots an Wohnungen größere leisten. Das hatte zur Folge, dass die kleineren Wohnungen nur noch zu geringen Preisen vermietbar waren. Darüber hinaus mussten auch viele Anleger einen Leerstand über Jahre hinweg in Kauf nehmen.

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Viele Anleger beabsichtigen, ihre Mietobjekte zu verkaufen, da auch die zehnjährige Spekulationsfrist abgelaufen ist. Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbandes Deutschland (IVD), sagte hierzu: "Sie wollen mit einem Verkauf handlungsfähig für neue Kapitalanlagen werden". Die Verkäufer bringen heute nun das Argument, dass der Bedarf an dieser Wohnungsgröße wegen der festgelegten Größe von Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger gesteigen sei.

Trotzdem werden die Chancen für kleinere Wohnungen von Experten nach wie vor risikoreich eingeschätzt und die Renditen als eher gering. Auch Jürgen Michael Schick bestätigte, dass die von Teilen der Marktteilnehmer erwartete große Umzugswelle bisher ausgeblieben sei.

Richtig sei, dass gemäß den Vorgaben für Hartz-IV-Leistungsempfänger die Wohnungen eine bestimmte Grenze an Mietkosten nicht überschritten werden dürfen, doch es gäbe trotzdem weniger Singles als Hartz-IV-Leistungsempfänger. Von daher sind nach wie vor größere Zwei- bzw. Drei-Raumwohnungen immer noch schneller vermietbar, als kleinere Wohnungen. Zudem werden kleinere Wohnungen oftmals nur als Übergang angemietet, was eine hohe Fluktuation zur Folge hat.

Grundsätzlich wird für eine Immobilie als Kapitalanlage geraten, nach Objekten in mittleren Lagen mit einem guten Mikrostandort auszuwählen. Eine Wohnung lässt sich immer viel besser vermieten, wenn öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe und Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Kindereinrichtungen und Schulen vorhanden sind. Ortsbedingt liegen die Renditen zwischen 4,5 bis sieben Prozent. Das ist höher als in sehr guten Lagen, wo die Renditen nur ca. vier bis sechs Prozent betragen.

[tags] Immobilien, Kapitalanlage, Wohnungen, Rendite, Eigentum[/tags]
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5 Responses to Kleine Wohnungen sind keine große Kapitalanlage

  1. Ingo sagt:

    Da bin ich aber erstaunt. Vor einiger Zeit habe ich noch genau das Gegeteil lesen können …muss man nicht verstehen… 😉

  2. coco sagt:

    Coole Seite, macht spass hier zu lesen. Die Artikel sind sehr gut, weiterso…

  3. Philipp sagt:

    Das kann ich mir auch nur schwer vorstellen, dass die kleinen Wohnungen nicht so schnell vermietet werden. Wahrscheinlich kommt es auf den Ort an, denn Freunde von mir hatten es sehr schwer, eine Zwei-Zimmer-Wohnung zu finden, da gabs ganz einfach keine. Begründung. Die Hartz IV Empfänger waren meist schneller.

  4. Konrad sagt:

    also ich bin gerade auf der suche nach einer schönen wohnung und ich erlebe wiederum das gegenteil, also die großen wohnungen sind alle schon weg und es sind nur noch 2-zimmer oder einraumwohnungen frei….ich gebe da phillipp recht: es kommt immer darauf an wo man sucht….

  5. daniel sagt:

    Mir ist mal aufgefallen (weil ich schon seit einiger Zeit ne neue Wohnung suche) das kleine 1 oder 2 Zimmerwohnungen mindestens um 30% im Preis gestiegen sind.

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