Mit Privat-Insolvenz raus aus den roten Zahlen

Immer mehr Privathaushalte sind überschuldet. Doch es gibt auch einen Ausweg

Es liegt durchaus nicht immer im Verschulden des Betroffenen, dass er in eine finanzielle Notsituation gerät. Mögliche Gründe können auch ein Arbeitsplatzverlust oder die Scheidung einer Ehe sein.

Eine Variante ist aber auch ein Ratenkauf. Viele Angebote sind inzwischen derart attraktiv, dass immer mehr Menschen hierdurch in eine Schuldenfalle geraten. Den höchsten Stand von Verbraucherinsolvenzen hat die Wirtschaftsauskunftei Creditreform im Jahr 2007 ermittelt. Dies betrifft mehr als 100.000 Privatpersonen, die im letzten Jahr Insolvenz anmelden mussten.

Die Privat-Insolvenz ist in dieser schwierigen Situation eine Möglichkeit, einen Ausweg aus der finanziellen Krise zu finden. Hiermit soll es betroffenen Menschen gelingen, schuldenfrei neu zu starten. Sechs Jahre muss während des Verfahrens ein Erwachsener den von seinem Einkommen pfändbaren Teil an seinen Treuhänder abführen. Das betrifft alle über 985,- EUR monatlich erreichten Einkommen. Ist er unterhaltspflichtig, werden die Beträge den 985,- EUR hinzugerechnet. Weiterhin steht der Schuldner bei einer Arbeitslosigkeit in der Pflicht, sich um eine Stelle zu bemühen und auch, jegliche zumutbare Tätigkeit aufzunehmen. Nur wenn er diese vom Gericht erteilten Auflagen einhält, wird er für diesen sechsjährigen Zeitraum (Wohlverhaltensphase) für schuldenfrei erklärt. Hat er sich in dieser Zeit entsprechend verhalten, sind alle aufgelaufenen Schulden danach beglichen. Dabei ist unerheblich, ob diese durch einen Kredit, durch Steuernachzahlungen, Kauf eines Autos oder eine Bürgschaft entstanden waren. Allerdings gilt dies nicht für Schulden, die auf Grund von Straftaten wie Betrug oder Diebstahl, Geldstrafen oder auch Schadenersatzforderungen entstanden sind.

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Beraten lassen sollte man sich möglichst zeitnah. Wenn erst die Konten gesperrt oder das Gehalt gepfändet wird, wird es problematischer, als nötig. Heribert Rollik, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung in Berlin, sagte dazu: "Kostengünstige oder gar kostenlose Beratungen gibt es unter anderem bei Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherzentralen" und weiter: "Betroffene können auch zu privaten Beratungsstellen wie Rechtsanwälten gehen. Allerdings kostet dies Geld." Eine kostenlose Beratung ist aber auch in den Sozialämtern der Gemeinden, Landkreisen und Städten möglich.

Von Schuldenregulierern, die mit sofortiger Hilfe für Menschen in solchen Lagen werben, ist eher abzuraten. Hiervor wird auch eindringlich von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gewarnt, denn diese Firmen verlangen schon vorab größtenteils hohe Gebühren, was den Schuldenberg noch weiter anwachsen lässt. Professionelle Hilfe wird meist nicht geboten.

Leider sind die Wartenzeiten bei den öffentlichen Stellen für eine Beratung auf Grund die Vielzahl von Betroffenen recht lang. Ortsbedingt muss man sechs bis neun Monate auf einen Termin warten. Darauf wies der Berliner Schuldnerberater Rollik hin.

Seitens der Bundesregierung sind Änderungen zum Insolvenzrecht geplant, die allerdings erst frühestens Anfang nächsten Jahres in Kraft treten werden. Grundgedanke dabei ist, dass das Verfahren zur Verbraucherinsolvenz einfacher gemacht werden soll. Helga Springeneer, Finanzexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) erläuterte dazu: "Fest steht, dass das Verfahren künftig billiger für den Staat und flexibler werden soll. Das soll insbesondere für die mittellosen Schuldner gelten, bei denen von Anfang an klar ist, dass kein Cent mehr zu holen ist."

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21 Responses to Mit Privat-Insolvenz raus aus den roten Zahlen

  1. archie sagt:

    Aber ich denke die Chance, dass man dann je wieder einen Kredit bekommen wird tendiert gegen null. Ich stehe dieser privaten Insolvenz sehr kritisch gegenüber.

  2. Horst sagt:

    Leider lernen viele Schuldner nicht weiter. Auch wenn diese wieder schuldenfrei sind übernehmen sich diese wieder Private Insolvenz finde ich nicht DEN richtigen Weg.

  3. horst sagt:

    Ich stand auch vor der Frage Privat-Insolvenz.
    Habe mich aber nicht dafür entschlossen.
    Und bin im auch Glücklich mit der Entscheidung den es ist möglich aus den Schulden zu kommen auch ohne Privat-Insolvenz. Aber ich muß auch sagen das es Menschen gibt die sonst keine andere Möglichkeit haben aus ihren Schulden zu kommen. Deswegen ist das immer eine Frage der Schulden Höhe und des Einkommens.

  4. Frank sagt:

    @archi,

    warum soll jemand, der schon mal die Privatinsolvenz gewählt hat auch noch einen Kredit bekommen ? Wenn ich das erste mal nicht in der Lage war meine Schulden zu begleichen wird es beim 2ten mal sicher auch nicht anders, würdest Du Deinem Nachbar noch was borgen, wenn er Dir die ersten 20.000 nicht zurück gezahlt hat ?

    Wir reden ja hier nicht von 1000€ die bei einer Privatinsolvenz fällig wären.

  5. Christel sagt:

    Das denke ich auch. Die Zeit der Privatinolvenz ist sicherlich nicht sehr leicht. Immer wieder sieht man im Fernsehen wie auch renomierte Schuldnerberater vor der harten Zeit warnen.

  6. Elisabeth sagt:

    Ja, ein bekannter von mir macht es grad durch und es nicht angenehm wenn man nichts mehr besitzen darf und nichts mehr finanziert bekommt etc.

  7. Zu viele Leute haben einfach kein Bezug zum Geld. Ich denke wenn es in der Schule ein Fach ‚Geld‘ geäbe, dann hätten später im Leben vie weniger Leute probleme damit klar zu kommen.
    Lunker City

  8. keyword sagt:

    Da kann ich nur den Kopf schütteln, wenn man „Raus aus den Schulden“ schaut. Da sind irgendwelche unreife Menschen, die nicht in der LAge sind mit Geld umzugehen und machen Schulden. Kein Problem!Es gibt ja noch die private Insolvenz, super! Nach einigen Jahren ist man wieder Schuldenfrei und die Gläubiger sind dan die Dummen, die bleiben dann auf den Schulden sitzen. DAs kann doch nicht sein!

  9. Wenn kein Geld auf dem Konto ist, dann einfach keins ausgeben und fertig! Ist doch einfach, oder?

  10. Maverick_762 sagt:

    Beteiligen sich hier nur „Experten“ oder auch Leute die was vom Leben verstehen?
    Meine neue Lebensgefährtin befindet sich in privater Insolvenz.
    Klar hat sie den Vertrag mit unterschrieben, allerdings vertraute sie ihrem Mann. Dieser hält es jedoch nicht für nötig die entstandenen Schulden zu bezahlen und sie kann es einfach nicht.
    Der Typ sitzt den ganzen Tag rum, trinkt und prügelte zum Schluß sogar seine Frau. Das sie gehen mußte ist klar..!(Oder?)
    Trotz Job und Nebenjob hätte sie nie eine Chance…
    Denkt mal darüber nach das nicht jeder im Leben soviel Glück hat und wirklich einige Menschen ohne „Verschulden“ in ausweglose Situationen kommen können.
    Ich finde es richtig und gut, dass diesen Menschen, natürlich nach eingehender Prüfung und mit Entbehrungen, geholfen wird.
    Jedem verurteilten Verbrecher wird eine Resozialisierung ermöglicht, egal was auch immer dieser verbrochen hat.
    Sie jedenfalls trägt ihren Teil der Schulden ab, natürlich entsprechend ihrer Möglichkeiten.
    Die „armen“ Banken sollten meiner Meinung nach mehr in der Pflicht sein und bestraft werden für jeden vergebenen Kredit der nicht zu 100% abgesichert ist.
    Aber dann ist ja der Staat wieder daran Schuld das die Leute nicht einfach so mal was bauen können…

  11. Günter Ziffels sagt:

    Hallo Leute, Bekannte von mir( einen kleinen Sohn) haben jetzt Private Insolvenz angemeldet. Ich finde es mies dass man diesen beiden jetzt hilft. Über Jahre haben die beiden über ihre Verhältnisse gelebt. Sind am Wochende Saufen gegangen und wussten mitte der Woche nicht was sie ihrem Sohn Kochen sollten da kein Geld zum Einkaufen da war. Angeblich verdient er Nette 700 € mehr als ich und wir müssen mit zwei kleinen Kindern den € fünf rum drehen um über die Runden zu kommen. Mur wir haben keine Schulden. Den beiden geht es jetzt in der Privaten Insolvenz immer noch besser als uns ohne private Insolvenz. Ich finde das einfach mies. Sorry aber das gilt natürlich nicht für die jenigen die Unverschuldet in soch eine Lage gerutscht sind. MfG

  12. Monika sagt:

    Ich habe nun schon von einigen Leuten, die diese Möglichkeit nutzen wollen gehört, dass man ihnen geradezu offziell dazu geraten hat, noch dies und das auf Raten zu kaufen, was sie dringend benötigen (Möbel oder PC), damit sich die Insolvenz auch lohnt.

    Schön ist natürlich, dass Menschen, die unverschuldet in eine solche Lage geraten sind (wie z.B. durch den Verlust des Arbeitsplatzes) die Möglichkeit haben, da irgendwie wieder rauszukommen.

    Schwierig finde ich aber, dass die Gläubiger dadurch ins Leere greifen und auf hohen, finanziellen Schäden sitzenbleiben.

    Ich möchte lieber nicht wissen, wieviele betriebliche Insolvenzen ausgelöst wurden durch private Insolvenzen der Schuldner.

  13. Was ich noch anmerken möchte, weil das die Wenigsten wissen, unter gewissen Vorausetzungen bekommt man vom zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein mit dem der Anwalt bezahlt wird. Hinzu kommt eine Zuzahlung von 10,00,- Euro. Ausführliche Infos gibt es dort http://privatinsolvenz.org/schuldnerberatungsstellen/staatliche-schuldnerberatung-oder-kommerzielle-anbieter-waehlen Der Schein muss aber vor dem Anwaltstermin beim Gericht beantragt werden, um sicher zu stellen, ob diese Hilfe überhaupt gewährt wird. Achtung: Mein Kommentar ersetzt kein Beratungsgespräch bei einem Anwalt und stellt keine Rechtsberatung dar – alle Angaben sind ohne Gewähr.

    Gruß Mario

  14. Lillebor sagt:

    Leider wird bei gewissen Fernsehsendern nie die Seite der Gläubiger gezeigt. Man könnte teilweise aus der Haut fahren, wem da die Privatinsolvenz angetragen wird und wie die Schuldner damit umgehen. Ein Unrechtsbewusstsein ist oft nicht zu erkennen.

  15. Cola Fan sagt:

    Schulden machen ist ja scheinbar irgendwie in. Erst sparen und dann kaufen scheint ja out zu sein und Kataloge etc. machen es den Menschen leider zu einfach sich zu verschulden.

  16. ZufälligHier sagt:

    Maverick_762 … einerseits die eigene Lebensgefährtin in Schutz nehmen (da stimme ich übrigens zu, es gibt immer unverschuldete menschliche Schiksale), aber andererseit ohne Menschenverstand auf die Banken kloppen. Das ist nicht in Ordnung.
    Wenn die Banken jeden Kredit zu 100% absichern würden, würden die Männer heute noch jagen und fischen gehen und die Frauen in Waschtrögen Wäsche waschen. So einfach ist das.
    Da würde ich mal drüber nachdenken. Die Mehrzahl der Kreditnehmer kommen pünktlich ihren Verpflichtungen nach. Auch ohne Sicherheiten. Die 1-3 % der Schuldner, die mit Geld nicht umgehen können, das sind diejenigen, die Kosten und Ausfälle versuchen, die dann wieder auf alle anderen Kreditnehmer umgeschlagen werden müssen.
    Nicht die Banken sind schuld, wenn das in der heutigen Zeit auch von jedem gern aufgegriffen wird. Ist ja auch so einfach. Irgendjemand muss ja schuld sein. Einfach nur dumm.

  17. Jens sagt:

    Ich kann mich „Cola Fan“ auch nur anschließen. Schulden zu machen schenint echt Inn zu sein. So viele Geschäfte beiten heute z.B. die 0%-Finanzierung an. Das ist zwar sehr attraktiv, allerdings machen sich viel zu wenige Leute Gedanken über die späteren Kosten und wie man sie aufbringen soll. So ist ein neuer LCD oder eine neue Wohnzimmereinrichtung mal schnell gekauft. Und die Unternehmen vollziehen auch nicht wirklich eine Bonitätsprüfung. Früher hat man noch gesparrt, wenn man etwas haben wollte. Heute wird das Geld nur noch verkloppt. Gruß Jens

  18. Shopping Fan sagt:

    Es ist vor Allem in der jungen Generation auch erschreckend, wie wenig der Wert des Geldes überhaupt eingeschätzt wird. Die meinen oft, man muss nur zum Geldautomaten gehen und dort Geld ziehen. Das man da auch vorher eine Gegenleistung in irgendeiner Form erbringen muss, ist denen leider nicht mehr klar.

  19. Finanzieren sagt:

    Ja, das ist schon erschreckend, wie sich die Zeiten geändert haben. Immer die neuesten Smartphones, die dicksten Autos, usw. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt allerdings, dass die meisten, die einen auf dicke Hose machen, oft hoch verschuldet sind.

  20. stepa99 sagt:

    Es ist aber auch zu leicht den schwarzen Peter immer nur den bösen Schuldnern zuzuschieben.
    Natürlich sollte jeder der etwas kaufen möchte zusehen, dass er auch wirklich über genügend Geldmittel verfügt.
    Gegen einen Ratenkredit ist normalerweise nichts einzuwenden.
    Wer hat schon Geld für das neue Eigenheim?
    Wer finanziert nicht bereits sein neues Auto?
    Wer hat noch nie eine Küche oder Möbeleinrichtung auf Pump gekauft?

    Es ist halt leicht mit dem Finger auf einen zu zeigen und den eigenen Spiegel zu missachten!
    Man kann heute schnell nach unten rutschen. Scheidung, Umzug, Krankheit und dann noch Jobverlust und du bist Platt.

    Dann mit den Banken verhandelt, die aber nicht mit sich reden lassen wollen. Da wird teils nachts angerufen mit Terroranrufen (ich sage nur Tar…Bank), da wird noch schnell eine Lohnpfändung versucht obwohl man den fälligen Betrag längst überwiesen hatte usw. Als Argument hört man auch oft, unser Kredit ist abgesichert, da wir den längst abgeschrieben haben (Steuerzahler macht’s möglich). Viele Banken wollen gar nicht erst verhandeln.

    Schlimmstest Beispiel die Bank, die zu einem grossen Bekleidungsunternehmen gehört und sich auch so nennt. Fängt mit „C“ an.
    Erst wollen die mit einem verhandeln und sagen zu erstmal weniger abzubuchen bis man sich wieder etwas finaziell erholt hat.
    Als die dann im Rahmen der Selbstauskunft erfahren das man halt einige Schulden hat, kommt plötzlich per Post die Kreditkündigung mit der Aufforderung innerhalb von einer Woche knapp 32000 Euro zu berappen (wie in meinem Fall).

    Mitlerweile bin ich an dem Punkt angelangt das mir die Banken Sch…egal sind und ich nur noch schaue wie ich über die Runden komme.
    Privatinsolvenz mache ich nicht und sonst können die nicht viel holen. Unter dem Strich bleibt mir nun mehr übrig als vorher.

    Wie gesagt, grundsätzlich wollte ich meinen Verpflichtungen nachkommen und bat um Ratenreduzierung, Stundung usw. Denen ist das doch egal und wie Arrogant Banken sein können zeigt sich nun wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dabei war ich stets freundlich, sachlich und bemüht meinen Verpflichtungen nachzukommen.

    Mir können die nun alle den Buckel runterrutschen…..

  21. Andrea sagt:

    In jedem Fall eine harte Zeit, aber man weiß, daß nach 6 Jahren wieder Licht am Ende des Tunnels ist :-)) ich kann es nur allen empfehlen.

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