Auch Lohn in Gutschein-Form ist steuerpflichtig

Der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen: Bundesfinanzhof VI R 6/05) hat entschieden, dass auch Urlaubsgelder, die als Warengutscheine ausgezahlt werden, wie eine Barauszahlung steuerlich behandelt werden.

Verhandelt worden war ein Fall, wo eine Möbelhauskette mit dem entsprechenden Betriebsrat eine Vereinbarung getroffen hatte, wonach die Arbeitnehmer das ihnen vom Tarifvertrag zustehende Urlaubsgeld auch als eine Gutschrift für Waren erhalten können. Dieser Warengutschein konnte dann in jeder zur Kette gehörenden Filiale eingelöst werden. Als Sachlohn sollten diese Gutscheine nicht der Einkommenssteuer unterliegen.

Allerdings vertraten da das Finanzamt und das Finanzgericht eine andere Auffassung und hatten auch vor dem Bundesfinanzhof damit Erfolg.

Der Bundesfinanzhof begründete sein Urteil damit, dass gemäß Paragraph 8 Einkommenssteuergesetz eine Steuerbefreiuung nicht gelte, wenn zwischen einer bar ausgezahlten Prämie und einem Warengutschein gewählt werden könne. Anders sehe es aus, wenn der Arbeitgeber grundsätzlich Dienstleistungen oder aber Waren als Sachlohn gewähren würde. Dann gebe es einen steuerlichen Rabatt.

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