Preise bei Gasversorger fallen
Da der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt ist und dieser seit einiger Zeit fällt, geben nun doch einige Gasversorger dies relativ unerwartet an ihre Kunden weiter. Bis 6,7 Prozent weniger werden die ersten Kunden ab 1. Dezember zu zahlen haben. Allerdings wird von mehreren Seiten eine Preisanpassung um 20 Prozent gefordert.
750 Gasanbieter gibt es in Deutschland, von denen nun die ersten Fünf Preissenkungen angekündigt haben. Dies zumindest berichtet die “Bild” und beruft sich damit auf Ausführungen des bekannten Verbraucherportals “Verivox”. Allerdings hatte Verivox aber auch von Gaspreiserhöhungen von 110 Anbietern berichtet.
Laut Dagmar Ginzel von Verivox kann allerdings noch keine Rede von einer Trendwende bei den Gaspreisen sein. Denn immerhin gibt es für einige Regionen noch in diesem Jahr Preiserhöhungen bis zu 24 Prozent. Das macht bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bis zu 330,- EUR mehr aus.
Weiterhin ist es immer lohnenswert, einen Tarifvergleich zu vollziehen, obwohl mitunter nur ein Anbieter vor Ort ist. Zunehmend kommen aber immer mehr Versorger auf den Markt. Auch wird von Dagmar Ginzel wieder geraten, den jetzigen Versorger um Auskünfte zu günstigeren Tarifen zu bitten.
Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sprach hier auch die Forderung an die Gasversorger aus, ihre Preise zu senken. Durch die Bindung an den Ölpreis folgt eigentlich eine Anpassung des Gaspreises erst nach einem halben Jahr. Dennoch könnten die Gasversorger im Hinblick auf die derzeit angespannte wirtschaftliche Situation entsprechend zeitiger reagieren.
RWE Energy will bei einem gleichbleibend niedrigem Ölpreis im nächsten Jahr bereits in den ersten drei Monaten ihre Preise anpassen. Um 27 Prozent hatte dieser Anbieter allerdings seine Preise im September bzw. Oktober diesen Jahres angezogen. Ähnlich äußerte sich auch E.on. Auch hier hatte man im August die Preise um 14 Prozent angehoben. (Quelle)
