Der Mieter im Steuervorteil

Mieter zahlen nicht nur monatlich ihren Teil an den Vermieter, sondern sie zahlen auch Steuern. Doch Letzteres können sie, eben weil sie Mieter sind, einschränken. Sind nämlich Posten Bestandteil der Miete, die zur Erhaltung der Immobilie dienen, können genau diese von der Steuer abgesetzt werden. Beweis ist die jährliche Nebenkostenabrechnung, wenn dort von der Treppenhausreinigung, den Hausmeisterkosten, von Wartungsarbeiten, der Gartenpflege, dem Winterdienst, der Fahrstuhlreparatur und/oder dem Schornsteinfeger die Rede ist (all dies kann auch vom Vermieter separat bescheinigt werden).

Doch es gibt noch mehr. Auch Arbeiten, die der Mieter selbst im Sinne der Sicherheit, Ordnung und des Schutzes der Mietwohnung veranlasst, sind als „haushaltsnahe Dienstleistungen“ absetzbar. Grundlage ist das Einkommenssteuergesetz, Paragraf 35 a. Beispiele sind hier Malerarbeiten, bezahlte Fensterreiniger oder Fußbodenleger. Darüber hinaus sind es auch die Haushaltshilfen, die tatsächlich dem Finanzamt gegenüber noch abgerechnet werden können. Genauer: Es geht ums Bügeln, Kochen, Kinderbetreuung, die Pflege bedürftiger Haushalts-Angehöriger.

Auch geht es darum, Rechnungen aller Art aufzuheben, an die man als Steuerzahler sonst nicht gedacht hätte. Nämlich selbst die Reparaturen der Waschmaschine, des Kühlschranks sowie des Computers zu Hause sind absetzbar.

Das bisher Gesagte kann auch in Zahlen ausgedrückt werden: Für Rechnungsbeträge, die für Pflege- oder Haushaltshilfen ausgestellt werden, können bis zu 4.000 Euro von der Steuer nachgelassen werden. 20 Prozent können abgezogen werden: All dies gilt maximal bis zu einer Gesamtsumme 20.000 Euro. Sind dies Minijobber, gelten – wie stets – 20 Prozent, jedoch nur bis zu einer Jahresmaximalsumme von 2.550 Euro. Das Finanzamt erstattet hier maximal 510 Euro. Kosten für Handwerker dürfen als Summe nicht 6.000 Euro überschreiten, 20 Prozent Abschreibung gelten auch hier.

Bedingung ist es in allen Fällen, dass die Bezahlung per Überweisung erfolgt. Denn Barzahlungen – auch wenn nachgewiesen – dienen Steuerbeamten nicht als Berechnungsgrundlage.http://www.geldsparen.de/sparen/Steuer/mieter-was-mieter-absetzen-koennen-.php

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