BGH Urteil – Steuerberatungskosten doch nur teilweise absetzbar

Im Koalitionsvertrag hatte ursprünglich die Bundesregierung festgelegt, die finanziellen Aufwendungen für die Inanspruchnahme einer Steuerberatung bei der Einkommenssteuererklärung absetzen zu können.

Das Gesetz gilt bereits seit 2006. Laut diesem war die teilweise Absetzbarkeit von Aufwendungen für Lohnsteuerhilfevereine, entsprechende Fachliteratur und die Hilfestellung durch einen Steuerberater festgelegt worden. Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass diese Festlegung rechtmäßig sei, so dass die Steuerzahler weiterhin diese Aufwendungen zu einem nicht unerheblichen Teil weiter allein tragen müssen.

Der Präsident des Steuerberaterverbandes Berlin-Brandenburg, Wolfgang Wawro, ist verwundert über dieses Urteil, da das geltende Steuerrecht durch seine Kompliziertheit oftmals die Bürger zwingt, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus sagte er: „Zudem finde ich den Zeitpunkt des Urteils unglücklich.“ Er sagte, dass im Koalitionsvertrag festgelegt worden war, dass die Steuerberatungskosten in der vollen Höhe steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Klägerin war mit ihrer Forderung, die angefallenen Kosten für die Steuerberatung aus dem Jahr 2006 erstattet zu bekommen, erfolglos, da das Gericht diese als „Kosten der privaten Lebensführung“ beurteilte.

(Az. X R 10/08) http://www.welt.de/finanzen/article7179060/Buerger-bleiben-auf-Steuerberatungskosten-sitzen.html

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