Banken: Korrekturen bei Steuerbescheinigungen

Bereits in diesem Jahr hatte es Probleme mit den Jahressteuerbescheinigungen der Banken gegeben und noch dazu erhebliche Zeitverzögerungen, so dass viele Anleger nicht rechtzeitig ihre Steuererklärungen abgeben konnten.
Nun müssen viele Banken ihre ausgestellten Bescheinigungen korrigieren und fordern diese von ihren Kunden im Original zurück. Eine Erläuterung, warum und was an diesen korrigiert werden soll, wird den Kunden allerdings nicht mitgeteilt.
Von der Oberfinanzdirektion Frankfurt wurde informiert, dass dies einige Banken betrifft. Von dort wurde schriftlich mitgeteilt: „Nachträgliche Änderungen/Korrekturen von Steuerbescheinigungen sind nicht unüblich und müssen nicht zwingend einen Fehler des ausstellenden Kreditinstituts als Ursache haben.“ Von dort heißt es weiter, dass die Rückrufaktion nicht in der eingeführten Abgeltungssteuer begründet sei. Die Oberfinanzdirektion schreibt: „Ursachen für Korrekturzeitpunkte sind uns nicht bekannt.“
Die Bankkunden werden auch laut Information der Commerzbank aufgefordert, ihre eventuell nicht korrekte Jahressteuerbescheinigung zurück zu senden. Die Commerzbank erklärt auf Nachfrage, was mit den Bescheinigung jener Kunden passiert, die dieser Aufforderung nicht nachkommen: „Sie müssen nichts weiter veranlassen. Sofern die Bank innerhalb eines Monats die Jahressteuerbescheinigung nicht vom Kunden zurückbekommt, wird automatisch das Finanzamt informiert.“ So würden alle Geldinstitute agieren.
Allerdings werden wohl etwaige Änderungen erst im kommenden Jahr steuerlich berücksichtigt. Zumindest wurde das im Entwurf vom Jahressteuergesetz 2010 so festgehalten. Dies muss allerdings noch beschlossen werden.

http://www.welt.de/finanzen/article10695507/Banken-fordern-Steuerbescheinigungen-zurueck.html

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