Sticker und Aufkleber: Kommerz oder Kunst?

Aufkleber und Sticker spiegeln seit Jahrzehnten aktuelle Trends und politisch brisante Themen aller Generationen wider.

Die vielfältigen Klebefolien zieren selbst nach langer Zeit noch Fensterscheiben, Türen oder Kofferraumdeckel und reflektieren den jeweiligen Zeitgeist der Epochen. Die meist aussagekräftigen Minibotschaften, die sich in unterschiedlichen Formaten, unauffällig öder auch grell präsentieren, können fast schon als Kunst bezeichnet werden.

Die ersten Aufkleber entwickelten findige Werbestrategen bereits im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Den unterschiedlichsten Produkten wurden bunte Sammelbilder mit aussagekräftigen Werbeaufschriften beigefügt, die sich in eigens dafür vorgesehenen Heften eingeklebten ließen. Familienmitglieder jeden Alters verfielen zu jener Zeit der Sammelleidenschaft, um die Alben möglichst schnell zu komplettieren. Doch vor allem im Dritten Reich erlangten die Klebebilder eine schaurige Popularität. Mit antisemitischen Botschaften versehen, schürten die Sammelaufkleber einen nie da gewesenen Rassenhass, der auch auf diesem Wege seine Verbreitung fand. Neben der Hetze gegen Juden und Andersdenkende wurden aber auch die heimischen Protagonisten der Kriegsjahre auf vielfältige Weise dargestellt.

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Nach dem Krieg prägte der Kommerz das Gestaltungsbild der Aufkleber in einem weitaus höheren Maße. Vom Beginn der Wirtschaftswunderjahre bis in die heutige Zeit machen einprägsame Werbeslogans die Sticker zu einem unweigerlichen Blickfang. Im Gegensatz zu Sammelbildern kommen nun modernere Produktionstechniken zum Einsatz. Die selbstklebenden Minibotschaften haften durch bessere Klebstoffe und Folien so gut wie auf jedem glatten Untergrund und punkten häufig auch durch Licht- und Witterungsbeständigkeit. Viele Aufkleber sind so kurios, dass sie trotz ihrer kommerziellen Art einen enormen Unterhaltungswert bieten.

Autos, Mopeds und Motorroller boten seit jeher ideale Flächen zum Anbringen von Stickern. Während in den 50er-Jahren Sehenswürdigkeiten der besuchten Urlaubsorte sowie die obligatorische Länderplakette die bevorzugten Motive waren, so wurden diese in den 70er Jahren von politischen Statements und Peace-Zeichen abgelöst. Heutzutage klebt auf einem Kraftfahrzeug alles, was gefällt: Vom großformatigen Heckscheibenaufkleber der Lieblingsband über Kindernamen bis hin zu provokanten Äußerungen ist einfach alles möglich.

Welchem Wandel Aufkleber im Laufe der Zeit erlebten, zeigt das Stickermuseum in Berlin. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die Minibotschaften unter künstlerischen Gesichtspunkten aufzuwerten. Der Übergang zwischen Kommerz und Kunst ist fließend, er erlaubt aber auch eine unterhaltsame Betrachtungsweise des vielfältigen Mediums.

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