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High Definition oder: Was wirklich die Not wendet

16 März 2010 kein Kommentar

Was ist High Definition? Ein klares Fernsehbild? Kurzum gesagt, ja. Doch es ist noch mehr: Nämlich das Format, in welchem Fernsehsender beginnen, ihre Programme zu senden. ARD und ZDF beginnen gerade rechtzeitig mit dem Sendebetrieb über dieses Format, andere Länder haben dies längst eingeführt – oder werden dies noch tun. Fernsehen kann also nicht mehr auf eine Weise (über Kabel bzw. Antenne) gesehen werden, wie man es jahrelang gewohnt war – es gehört ein bestimmtes Bauteil dazu. Nämlich ein sogenannter HD-Receiver. Für ungefähr 100 Euro.

Was man nicht braucht, sind komplette Neufernseher. Niemand hat sich bisher wirklich darüber beschwert, dass sein Flachbildschirmfernseher aus dem Jahr 2001 oder aus einem ähnlichen Herstellungsjahr keine Bildschirmauflösung von vier Millionen Bildpunkten hat oder nicht in der Lage ist, 50.000 Kontrastschattierungen zu produzieren. Es tut der Freude über die WM keinen Abbruch, wenn man nicht ein Gerät hat, dessen Bildprozessor auch bei schnellen Bewegungen kontrastscharfe Konturen-Details liefert.

Interessant hierbei: Wenn man einen HD-Fernseher mit 81 cm Bilddiagonale betrachtet im Vergleich zu einem mit 150 cm, fällt auf, dass die Bildqualität nicht verschieden ist. HD-Standard bleibt HD-Standard, auch wenn jemand für ein größeres Gerät das Dreifache bereit wäre auszugeben. Die gute Botschaft lautet also: Nur, um sich den veränderten Gegebenheiten der Fernsehgesellschaften anzupassen, braucht man keinen Fernseher mit Internetzugang, Festplatte, Raumklang, LED-Hintergrundbeleuchtung, Pay-TV-Karte, USB-Steckkontakt. Ganz einmal abgesehen davon: Würde man einen solchen kaufen und wollte man nun HD-Sendungen auf die Festplatte aufnehmen wollen, wäre man von der Fernsehübertragung her bereits gezwungen, die Werbesendungen mit aufzunehmen. Ein klarer Verstoß gegen den Verbraucherschutz, hier nicht die Wahl zu haben.

Fazit: Die Versuchung, Geld auszugeben, wird von Händlern immer als sinnvoll eingestuft. Das heißt aber tatsächlich nicht, dass man irgendetwas über das Nötige Hinausgehende brauchen würde, um mit der Zeit zu gehen.

(Quelle)

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