Immobilie Kredit ohne Startkapital mit hohem Risiko verbunden
Nur bei einem dauerhaft hohen und sicheren Einkommen ist das Wagnis überschaubar, den Kauf einer Immobilie komplett mit einem Immobilienkredit finanzieren zu lassen. Laut den Verbraucherschützern von „Finanztest” laufen diejenigen Gefahr, ihr Eigentum (Wohnung oder Haus) wieder zu verlieren, wenn sie zu knapp kalkuliert haben. Zudem bleiben meist hohe Kosten übrig, die der Kreditnehmer dann trotzdem tragen muss.
Laut „Finanztest” werden zunehmend mehr Kredite über den vollen Kaufpreis, also ohne Startkapital angeboten. Dabei liegen diese mit 0,2 bis 0,4 Prozent Zinsen über denen eines normalerweise ausgegebenen Hypothekendarlehens (bei 80 % des Kaufpreises). Dadurch steigt die monatliche Belastung allein wegen der höheren Zinsen stark an. Müssen auch die Nebenkosten finanziert werden, entstehen noch weitere Kosten.
Abgesehen davon ist auch eine Vollfinanzierung zusätzlich risikoreich. Können beispielsweise die Kreditraten möglicherweise auf Grund von Arbeitslosigkeit, Scheidung o. ä. nicht mehr aufgebracht werden besteht die Gefahr, dass die Immobilie veräußert werden muss. Der erzielte Verkaufspreis entspricht dabei nicht immer dem, der zur Rückzahlung des Kredites erforderlich ist. Ähnlich sieht es im Fall im Zuge einer Zwangsvollstreckung aus. Bei der Versteigerung wird oft ein schlechter Verkaufspreis erzielt. Fazit: Die Immobilie ist verloren und Schulden bleiben trotzdem übrig.
Deshalb empfiehlt es sich beim Kauf einer eigenen Immobilie und der dazu erforderlichen Finanzierung, ein Eigenkapital von ca. 20 bis 30 Prozent einbringen zu können. Dies setzen im Übrigen auch die meisten Anbieter von Finanzierungen voraus. Quelle: stiftung-warentest.de



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