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Über den Reiz des Unbekannten und Scheckfälschungen

5 Februar 2010 kein Kommentar

In Bayern ermittelt das LKA zur Zeit wegen Scheckfälschung in Verbindung mit Internetbetrug, der vermutlich auch weiterhin andauert.

Folgende Vorgehensweise konnte so weit nachvollzogen werden: Es werden willkürlich E-Mails an zufällige Adressaten herausgesandt. Manche der E-Mail-Empfänger öffneten die E-Mails von ihnen auch dem Namen nach nicht einmal ungefähr im Entferntesten bekannten Absendern. Der Text informierte zum einen über die Möglichkeit, an einer Werbekampagne teilzunehmen und die Bitte, der Angesprochene möge doch bitte ein Bild von sich zurücksenden sowie seine Postanschrift preisgeben. Nachdem nun der Empfänger dieser Aufforderung eines völlig Unbekannten ohne bemerkenswertes Zögern Folge leistete, wählte der Absender als Nächstes den Postweg.

Ein so ausgesandter Umschlag enthielt bereits in einigen Fällen mehrere gefälschte Reiseschecks, die jeweils einen 500-Euro-Scheck des Bankinstituts “American Express” imitierten. Auch war jeweils ein Schreiben hinzugefügt, welches den Empfänger dazu aufforderte, einerseits die Schecks einzulösen, 80 Prozent der Summe wiederum per Western Union an den vorher völlig unbekannten Absender zurückzusenden und 20 Prozent selbst zu behalten. Jene Empfänger, die diesem entsprachen, erfüllten in ihrer Handlung dann den Straftatbestand, Falschgeld in Umlauf zu bringen. Die Unechtheit konnte in den betreffenden Fällen rasch von Banken erkannt werden.

Das LKA nimmt diese Vorfälle (die in steter Regelmäßigkeit seit einigen Monaten auftreten) zum Anlass, einmal detailliert eine Beschreibung echter amerikanischer Reiseschecks herauszugeben. Zum einen geht es um einen metallischen Sicherheitsstreifen, der sich durch das Dokument hindurchzieht. Dieser kann gegen das Licht gehalten werden und ist dann von beiden Seiten deutlich sichtbar, genau, wie dies für ein Wasserzeichen der Fall ist. Als zusätzliches Sicherheitsmerkmal befindet sich ein Hologramm in dem Scheck, welches – je nach Kipplage – entweder die Währung, die Stückelung oder das Logo anzeigt.

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/internet-abzocke-unechten-reiseschecks-610513.html

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