Category Archives: Verbraucher

Vorteil von Tankkarten

Tankkarten erfreuen sich wachsender Beliebtheit und bieten ihren Nutzern weitaus mehr Vorteile, als allein die bargeldlose Zahlung an Tankstellen. Auch Mautgebühren können mit einer Tankkarte bezahlt und so bequem über die monatliche Abrechnung abgegolten werden.

Unseriöse Händler in der Vorweihnachtszeit

Gerade in der Zeit vor Weihnachten sind wieder vermehrt nicht seriöse Händler unterwegs, um Haustürgeschäfte zu tätigen. Beispielsweise werden auch gern Waren aus angeblichen Behinderten-Werkstätten angeboten. Verbrauchern wird geraten, solche Angebote sorgsam zu prüfen. Dieser Warnhinweis kommt vom Bundesverband Lebenshilfe.

Betrugsmasche: Abmahnverfahren Internet

Gehäuft wurde von Abmahnungen berichtet, die Internetnutzer per E-Mail erhielten. Der Betreff lautete in allen Fällen „Ermittlungsverfahren gegen Sie“. Dem Nutzer wird hier vorgeworfen, „urheberrechtlich geschützte Werke“ heruntergeladen zu haben. Da der Absender eine durchaus mögliche Adresse ist und dem Empfänger glaubwürdig gemacht wird, dass es sich bei dieser Anwaltskanzlei um eine handele, die bereits einschlägige Erfahrungen mit Abmahnungen aus dem Bereich Musik- und Filmbranche. 100,- EUR habe, zahlen viele Verbraucher bereitwillig die geforderten Gebühren.
Die Kanzlei Auffenberg Petzold Witte (APW) aus Dortmund, die hier als Absender auftaucht, steckt allerdings nicht dahinter, wie Stefan Witte betont. Hier handelt es sich um Betrüger, die unter falschem Namen agieren.
Das Schreiben ist sehr professionell aufgesetzt, daher nur schwer als Betrug erkennbar, da sogar die IP-Adresse und auch das Aktenzeichen der angeblichen Staatsanwaltschaft aufgeführt sind, welche allerdings erfunden wurden.

In echten Abmahnschreiben werden allerdings immer die genaue Zeit des Herunterladens, die dabei benutzte Software sowie die IP-Adresse aufgeführt. Barbara Steinhofel (Referentin Telekommunikation und Medien von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz), sagt dazu: „Was einen bei einer E-Mail aber wirklich stutzig machen sollte, ist das Zahlungssystem, das in den Spams vorgeschlagen wird. Kein Anwalt treibt Gebühren oder Zahlungen für seine Mandanten per UKASH- oder Paysafekarte ein.“

Ist ein Abmahnschreiben echt, enthält es die Kontoverbindung. Darüber hinaus werden die geforderten Gebühren genau aufgeschlüsselt.

Gegen diese Betrüger wird inzwischen ermittelt und Spuren verfolgt, die nach Bulgarien und Spanien führen.

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13675315/So-schuetzen-Sie-sich-vor-Internetbetruegern.html

Zukünftig kostenlose Warteschleifen

In Zukunft werden keine Kosten mehr für Verbraucher anfallen, wenn sie in Warteschleifen auf den Gesprächspartner ausharren müssen. Gleiches gilt auch für Call-by-Call-Gespräche.
Der Bundestag hat festgelegt, dass bis zur endgültigen Weiterleitung an den Gesprächspartner eine Gebührenerhebung nicht gestattet ist. Philipp Rösler, Wirtschaftsminister, sagte: „Künftig wird Schluss sein mit langen Internet-Verträgen oder Telefon-Verträgen. Wir machen endlich Schluss mit Warteschleifen, weil wir nicht wollen, dass Geld verdient wird mit der Geduld der Menschen, und wir wollen für eine bessere Datensicherheit sorgen.“

Bei einer Gesprächsweiterleitung dürfen auch keine Gebühren mehr erhoben werden. Darüber hinaus müssen die Kunden über die geschätzte Dauer der Wartezeit eine Information erhalten.
Um dies durchzusetzen, wurde eine Übergangsfrist vereinbart. Noch im ersten Jahr dürfen die Unternehmen ab der dritten Warteminute noch Gebühren erheben.

Call-by-Call-Vorwahlen müssen zukünftig eine Preisansage vor Beginn des Gespräches haben. Ob ein Internetanbieter auch den schnellen Anschluss garantiert, darf dann von der Bundesnetzagentur geprüft werden. Wechselt ein Kunde den Anbieter des Telefonschlusses, darf dieser höchstens einen Tag ohne Telefonanschluss sein. Gleiches gilt auch, wenn die Rufnummer mitgenommen wird.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13683888/Mit-Warteschleifen-Abzocke-ist-jetzt-Schluss.html

Strompreise ziehen an

Vom Verbraucherportal Verivox wird abgeschätzt, dass zum Ende des Jahres die Preise für Strom wiederum anziehen werden. Durchschnittlich wird das um ca. vier Prozent der Fall sein. Peter Reese als Leiter Energiewirtschaft von Verivox sagt: „Die Strompreise für private Verbraucher in Deutschland steigen damit im zwölften Jahr in Folge.

Als Grund hierfür nennt Verivox die Anhebung der Umlage für erneuerbare Energien und die gestiegenen Preise im Großhandel, die allein ca. 15,- EUR jährlich Mehrkosten verursachen. Die Großhandelspreise zogen deutlich an, nachdem acht Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet wurden. Elf der größten Netzbetreiber hatten schon Preiserhöhungen von etwa 6,5 Prozent mitgeteilt, was für den Verbraucher jährlich eine Mehrbelastung von ca. 17,- EUR bedeutet.

Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), erläuterte: „Es könnten aber noch höhere Kosten auf die Verbraucher zukommen.“ Dies betrifft u.a. die Managementprämie, die geplant ist für an der Börse vermarkteten Strom von Wind- und Solarparks.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13669673/Strom-wird-fuer-Verbraucher-schon-wieder-teurer.html

Pfändungsschutzkonto eröffnen kann teuer werden

Schuldner können ab 2012 lediglich ein Pfändungsschutzkonto führen, um sich vor Gläubigern schützen zu können. Doch dieses Konto ist nach wie vor ein großes Ärgernis für die Betroffenen, denn die Geldinstitute verlangen extrem hohe Kontogebühren, darüber hinaus gibt es Probleme mit den entsprechenden Nachweisen, damit das normale Konto umgewandelt werden kann bzw. werden diese Bankkunden auch nicht gut betreut. Aus diesem Grund gibt es vom Verbraucherschutz und der Schuldenberatung Kritik mit der Forderung, dass hierfür entsprechende im Gesetz verankerte Regeln geschaffen werden. Das ist insbesondere daher wichtig, weil ab dem kommenden Jahr dieses Konto die einzige Möglichkeit ist, sich vor Gläubigern zu schützen und die Kontenumwandlung ca. 1 ½ Jahre andauert.
Der Gedanke war gut, dieses Konto ins Leben zu rufen, allerdings haben es die Kunden nicht leicht. Die Umwandlung der Konten dauert lange. Es wird sogar berichtet, dass Kunden in der Filiale öffentlich bloßgestellt werden. Josephine Holzhäuser, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, berichtet: „Manche Volksbanken haben bis zu 27 Euro monatlich für die Kontoführung verlangt“. Von zehn bis zu 15 Euro verlangen die Sparkassen und andere Banken. Holzhäuser weiter: „Das steht in keinem Verhältnis. Heute gibt es zahlreiche Kontomodelle, die kostenfrei oder zu einem geringen Preis geführt werden“. Es sei nicht gerechtfertigt, dies durch einen höheren Aufwand zu begründen.
Heidrun Jakobs, welche als Rechtsanwältin die Schutzgemeinschaft vor Gericht vertritt, sagt: „Vermutlich warten sie wohl eine höchstrichterliche Entscheidung des Bundesgerichtshofes ab. Der Gesetzgeber ist bei der Formulierung im Gesetz sehr nachlässig vorgegangen und hat sich darauf verlassen, dass die Banken angemessene Entgelte verlangen. Das öffnet dem Missbrauchsverhalten Tür und Tor.“
Bereits zum Beginn des Jahres waren Banken abgemahnt worden. Holzhäuser weiter: „Und leider gibt es auch künftig keinen einklagbaren Rechtsanspruch auf die Einrichtung eines P-Kontos.“
Es wurde darüber hinaus festgestellt, dass bei der Vorlage von Bescheinigungen Unsicherheit herrsche. Die Banken wissen teilweise nicht, welche Bescheinigungen überhaupt für einen bestimmten Vorgang benötigt wird bzw. auch, wo sie erhältlich ist.
http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13650302/Schuldnerberater-warnen-vor-Pfaendungsschutzkonto.html

Gaspreise steigen an

Mit Beginn der neuen Heizperiode werden ca. 200 Gasversorger ihre Verbrauchspreise anheben. Durchschnittlich werden Kunden dann etwa 10,7 Prozent mehr Heizkosten zu tragen haben. Hierüber informiert toptarif.de. Für einen Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden an Gas würden das Mehrkosten von 141,- EUR bedeuten.

Von Verivox wurde ein durchschnittlicher Gaspreis für ganz Deutschland im Oktober von 6,37 Cent/kWh ermittelt. Pro Jahr ergeben sich damit Kosten bei einem Verbrauch von 20.000 kWh von 1.275 EUR. Noch im letzten Jahr lag der Gaspreis bei 6,01 Cent/kWh. Da die Preise für Öl weiterhin hoch sind, müssen sich die Verbraucher auf weitere Erhöhungen noch in diesem Jahr einstellen.

Es wird Kunden geraten, mehrere Anbieter zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Gerade in den Großstädten Deutschlands befinden sich die örtlichen Grundversorger lediglich im preislichen Mittelfeld. So hat toptarif.de ermittelt, das pro Großstadt 24 Gasanbieter zu finden sind, die preiswerter sind, als die Grundversorger.

Der Gaspreis ist an dem des Ölpreises gekoppelt und steigt dann etwa ein Jahr später auch entsprechend an. Das liegt allerdings auch daran, dass etliche Versorger an langfristige Verträge gebunden haben.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13617013/Mehr-als-200-Gasversorger-erhoehen-ihre-Preise.html

Behördenauskunft auch per E-Mail

Vom Bundeskabinett wurde die Reformierung des Verbraucherinformationsgesetzes beschlossen, wonach sich Verbraucher nunmehr vereinfacht bei Behörden über Lebens- und Futtermittel und auch über technische Geräte Informationen einholen können.
Bislang hatten Verbraucher von diesem Service nicht so viel Gebrauch gemacht, weil die Bearbeitungszeiten recht lang und darüber hinaus Gebühren für diese Auskünfte zu bezahlen waren.
In der Zukunft sollen Auskunftsersuchen auch per E-Mail oder aber auch per Telefon möglich sein. Wenn bei Lebensmitteln zulässige Höchstgrenzwerte überschritten werden, dürfen die Behörden nun eigenverantwortlich Bürger informieren. Es können auch umfangreichere Themen erfragt werden. So können sich Verbraucher über technische Geräte informieren (Waschmaschinen, Haartrockner). Das gilt aber auch für Möbel und auch Artikel für den Heimwerkerbedarf. Momentan können lediglich Informationen über Bekleidung, Spielzeug, Reinigungsmittel und Lebens- bzw. Futtermittel eingeholt werden. Hierfür waren Gebühren fällig (5,- bis 25,- EUR).
Liegt der Verwaltungsaufwand noch unter 250,- EUR, werden keine Gebühren mehr berechnet. Bis 1000,- EUR sind diese auch gebührenfrei, wenn es sich um eine Auskunft zu einem Rechtsverstoß handelt.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13497329/Behoerdenauskuenfte-gibt-es-gratis-und-per-Mail.html

Gratis-Abos: Kündigungsfristen einhalten

Ist ein Abonnement kostenfrei und zeitlich befristet, müssen Kunden dennoch Kündigungsfristen einhalten. Sonst kann es nämlich passieren, dass sich das Abo dann verlängert und kostenpflichtig wird. Dieser Rat kommt von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt.

Deshalb sollten Kunden, wenn sie das Abo nicht fortführen wollen, die Kündigung innerhalb der Frist mittels Einschreiben mit Rückschein übersenden. Im Moment erhalten Verbraucher deutschlandweit wieder gehäuft Angebote für zunächst kostenfreie Testabo’s.

http://www.n-tv.de/ticker/Geld/Befristete-Gratis-Abos-rechtzeitig-kuendigen-article3703701.html

Stromanbieter: Vorkasse riskant

Stromtarife, die mit Vorkasse gelten, sind günstig. Allerdings dürften die Kunden des Anbieters Teldafax aktuell nicht erfreut sein.
Diese Kunden wurden von Teldafax informiert, dass wegen Zahlungsengpässen Teldafax deshalb weder Strom noch Gas mehr liefern kann. Jene Kunden erhalten nun von den örtlichen Anbietern ihren Strom bzw. Gas und müssen dafür wesentlich mehr bezahlen.
Von der Teldafax-Sprecherin, Susanne Fiederer, wurde informiert: „Wir sprechen mit allen Netzbetreibern. Wir gehen davon aus, dass wir die Verträge mit den Netzbetreibern fortführen oder neue schließen können.“ Allerdings ist zweifelhaft, ob dies dann auch so stattfinden wird. Teldafax-Kunden haben alle Vorkasse für 12 Monate geleistet, was sie auch für diesen Zeitraum an den Versorger bindet. Der bereits gezahlte Betrag könnte verloren sein.
Es gibt etliche Anbieter, die Verträge mit Vorkasse anbieten. Dies sind meist die günstigsten Tarife. Allerdings muss auch bei einigen Anbietern eine Kaution gezahlt werden, welche erst mit Ende der Vertragslaufzeit zinslos zurückgezahlt wird. Teldafax bietet inzwischen solche Verträge nicht mehr an, allerdings gibt es noch etliche Kunden mit diesen Verträgen.
Thorsten Kasper von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sagt dazu: „Wir raten prinzipiell immer von Vorkasse und Kaution ab. Es besteht immer die Gefahr, dass das Geld im Falle einer Insolvenz weg ist.“ Er räumt allerdings auch ein: „Der Verbraucher kann sich natürlich auch überlegen, ob er das Risiko eingehen will. So könnte man sich überlegen, Vorkasse zu nehmen, wenn der Tarif von einem Stadtwerk angeboten wird, bei dem das Insolvenzrisiko nicht so groß ist.“
In der nächsten Woche wird es genauere Informationen für die Teldafax-Kunden geben. Ein aus Zypern stammender neuer Investor informierte, dass die Netzbetreiber ihr Geld erhalten werden. Den Kunden von Teldafax bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten. Thorsten Kasper räumt allerdings auch ein, dass die Kunden ihr Geld zurückfordern könnten: „Der Verbraucher sollte dabei Teldafax anschreiben mit der Frage, was es mit den Vorgängen auf sich hat.“ Darüber hinaus sollte der Kunde eine Frist setzen. Erhält der Kunde hierauf keine Antwort, sollte der Vertrag gekündigt werden. Allerdings können die Erfolgschancen schwer eingeschätzt werden.
Kunden mit Verträgen ohne Vorkasse können nach der vereinbarten Kündigungsfrist aus dem Vertrag. Bei einer Insolvenz verlieren diese Kunden nur das eventuell überzahlte Geld von Abschlagszahlungen. Kunden an Orten, wo Teldafax bereits die Kündigung vom lokalen Netzbetreiber erhalten hat, werden automatisch vom Grundversorger in den Standardtarif übernommen.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13064826/Warum-Stromanbieter-mit-Vorkasse-riskant-sind.html