Besteuerung privat genutzter Dienstwagen kaum zu umgehen

Wird ein Dienstwagen auch privat genutzt, ist es unerheblich, ob dieser auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstelle genutzt wird. Maßgeblich ist allein, ob der Arbeitnehmer dies könne. So entschied das Hessische Finanzgericht in Kassel (Az: 11 K 1844/05).

Die Nutzung eines Dienstwagens auch für private Zwecke wird monatlich mit einem Prozent vom Listenpreis versteuert. Weiterhin erfolgt eine Versteuerung von 0,03 Prozent je gefahrenem Kilometer, wenn der Dienstwagen auch für die Fahrten zur Arbeitsstelle genutzt werden kann.

Geklagt hatte ein Frankfurter Angestellter, der zwar einen Dienstwagen auch privat nutzte, zur Arbeitsstelle aber grundsätzlich mit der Bahn fuhr. Er hielt daher die Besteuerung für nicht zulässig. Das Gericht stellte aber klar, dass eine Befreiung von der Besteuerung nicht gerechtfertigt ist, obwohl eine Jahreskarte der Bahn vorgelegt werden konnte. Da der Kläger kein Fahrtenbuch geführt hatte, konnte nicht nachgewiesen werden, wie die Nutzung des Dienstwagens tatsächlich erfolgt ist.

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