Neues BFH-Urteil zu Internet-Adressen: Lizenzgebühren sofort abschreiben

Ohne hohe Investitionen in neue Betriebsstätten und ohne zusätzliche Mitarbeiter lassen sich weltweite Expansionen für Unternehmen über das Internet ermöglichen.

Eine einprägsame Doman-Adresse ist mit ein Garant für einen wirtschaftlichen Erfolg im Online-Handel. Sie ist gleichermaßen wichtig wie die angebotene Dienstleistung oder die Waren, die auf der Hompage beworben werden.

Da für werbewirksame Internet-Adressen Höchstsumme gefordert und auch gezahlt werden, hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Lizenzgebühren für Internet-Adressen sofort abgeschrieben werden können. Allerdings hat der BFH den steuerlichen Spielraum für die Unternehmen mit seinem Urteil vom 19. Oktober 2006 (Az.: III R 6/05) doch erheblich begrenzt. Er hat klargestellt, dass es sich für den Erwerb einer Domain-Adresse um Anschaffungskosten für ein nicht abnutzbares Wirtschaftsgut des Anlagevermögens handelt.

Urteil der BFH-Richter: Nur Lizenzgebühren absetzbar
Es wurde von Bundesfinanzhof darauf ausdrücklich hingewiesen, dass Internet-Adressen am Markt gehandelt werden können. Ein Abzug der Erwerbungskosten kommt als Betriebsausgabe nicht in Betracht, da im Unterschied etwa zu Warenzeichen das mit der Domain verbundene Nutzungsrecht und nicht die Registrierung im Vordergrund steht.

Praxis-Tipp „Lizenzgebühren“

Werden allerdings Lizenzgebühren für die Nutzung einer Domain-Adresse gezahlt, können diese als Betriebsausgaben steuerlich abgesetzt werden.
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