Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

Seit dem 01.01.2005 regelt das Alterseinkünftegesetz die steuerliche Behandlung von Altersbezügen und Vorsorgeaufwendungen.

Das Alterseinkünftegesetz ändert die Besteuerung von Renteneinkünften und Pensionen. Neu wurde dabei die so genannte nachgelagerte Besteuerung eingeführt.
Da während der Erwerbstätigkeit Vorsorgeaufwendungen für das Alter sich erwerbsmindernd auswirken, können sie als steuerlich mindernd geltend gemacht werden bzw. sind sie von Steuerzahlungen freigestellt. Werden diese Vorsorgeleistungen dann im Rentenalter ausgezahlt, werden sie abzüglich der jeweils geltenden Freibeträge versteuert, also nachgelagert besteuert.

Für Rentner mit kleinen und mittleren Renten wird sich durch diese Neuregelung aber keine Steuerzahlung ergeben. Erhalten Alleinstehende eine gesetzliche Rente von nicht mehr als 1.575,- Euro monatlich und erzielen keine weiteren Einkünfte, zahlen sie keine Steuern. Bei Ehepaaren liegt die Grenze bei monatlich 3.150,- Euro ohne zusätzliche Einkünfte.

Da schon vor dieser Regelung Renten steuerpflichtig waren, bestand auch die Verpflichtung, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Genauso verhält es sich auch mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes. Wenn aber die Rentenhöhe und eventuell weitere Einkünfte die Jahresgrenze nicht überschreiten und somit nicht zu einer Steuerschuld führen, braucht auch keine Steuererklärung angefertigt und beim jeweiligen Finanzamt eingereicht werden.

Unter www.stiftung-warentest.de können Interessierte eine Steuerberechnung für Rentner durchführen lassen.