Altersvorsorge: Höhere Zulagen, Freibeträge und Beiträge

Ab 2008 werden vom Staat höhere Zulagen für einen Riester-Vertrag gezahlt. Bis jetzt erhielt jeder Sparer 114,- EUR im Jahr, ab Januar 2008 wird die Förderung auf 154,- EUR erhöht. Außerdem wird die Kinderzulage auf 185,- EUR (vorher 138,- EUR) angehoben. 300,- EUR werden vom Staat bei der Geburt eines Kindes in 2008 gezahlt. Weiterhin gibt es steuerliche Vorteile für die eingezahlten Beträge. 2.100,- EUR sind ab 2008 maximal absetzbar (vorher 1.575,- EUR). Außerdem wird die Differenz gut geschrieben, wenn die errechnete Steuerersparnis höher als die Summe der Zulagen ist.

Es können aber nur jene von der höheren Förderung profitieren, die mehr finanziellen Aufwand für die Altersvorsorge betreiben. So steigt auch der Mindestbeitrag von bislang drei auf vier Prozent. Sparer sollten also ihre Einzahlungen entsprechend anpassen. „Wer den Mindesteigenbeitrag nur teilweise zahlt, bekommt die Zulagen entsprechend dem Verhältnis der gezahlten Altersvorsorgebeiträge zum Mindesteigenbeitrag gekürzt“, warnen Experten des Bankenverbands. Werden hingegen nur etwa 75 Prozent des Mindesteigenbeitrags eingezahlt, gibt es auch nur 75 Prozent der zustehenden staatlichen Zulagen.

Bei der Rürup-Rente können ebenfalls ab 2008 höhere Beiträge von der Steuer abgesetzt werden. Die Grenze liegt hier allerdings bei 66 Prozent der Einzahlung, wobei die Finanzämter maximal 13.200,- EUR (bei Verheirateten das Doppelte) als Sonderausgaben anerkennt. Vorher lag der Höchstbetrag bei 12.800,- EUR. Allerdings werden Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung die Beiträge angerechnet.

Ein kleiner Vorteil ergibt für in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlende Arbeitnehmer, da ab Januar 2008 die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt. Somit können diese etwas mehr steuer- und sozialabgabenfrei ansparen. Hier steigt der Betrag von 2.530,- EUR auf 2.544,- EUR und die vorteilhafte Regelung abgabenfreier Beiträge bleibt auch nach 2008 erhalten.

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