Krankenkassen erhöhen Beiträge

Allein 20 Krankenkassen erhöhen beginnend ab dem 1. Juli ihre Beiträge mit Spitzenwerten bis 1,20 Prozent. Das ergab eine durch das Internetportal “krankenkasseninfo.de” erstellte Untersuchung.

Bei der Gmünder Ersatzkassen müssen deren Versicherte dann 0,4 Prozent mehr zahlen, bei der BKK Phoenix sind es sogar stolze 1,20 Prozent. Nur der Autoclub BKK senkt seinen Beitrag auf 13,4 Prozent um 0,5 Prozentpunkte.

Erhöhen die Krankenkassen ihre Beiträge, können die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht wahrnehmen. Darauf wies Kai Vogel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Damit kann jeder Versicherte, der 18 Monate in seiner Krankenkasse Mitglied war, ohne Probleme zu einer anderen Kasse wechseln.

Kai Vogel empfiehlt insbesondere den Besserverdienern einen Kassenwechsel. Ein Mitglied bei der City BKK mit einem derzeitigen Beitragssatz von 16,5 Prozent würde monatlich 73,60 EUR sparen, wenn er zur IKK-Direkt mit einem Prozentsatz von 12,4 wechseln würde.

Eine Kündigung ist mit einer Frist von zwei Monaten jeweils endend zum jeweiligen Kalendermonat möglich. Möchte also ein Versicherter zum 1. Oktober Mitglied einer anderen Kasse werden, muss er seiner jetzigen Krankenkasse im Juli zum 30. September die Kündigung aussprechen.

Doch Sparmöglichkeiten bleiben nur noch bis zum 31. Dezember diesen Jahres. Danach kommt der Gesundheitsfonds mit einheitlichen Kassenbeiträge für alle. Voraussichtlich wird sich der Beitrag um 15 Prozent bewegen. Großer Nachteil ist, dass jene Krankenkassen, die mit den ihnen zugeführten finanziellen Mitteln nicht auskommen, zusätzliche Beiträge (ca. 8,- EUR, max. 1 Prozent des Einkommens) von den Versicherten verlangen können.

Dennoch sollte ein Kassenwechsel gut überlegt werden, denn dann bindet man sich wiederum 18 Monate fest an die neue Kasse.

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