Tarifwechsel bei Strom und Gas lohnt sich jetzt

Allein 142 Versorger für Gas und Strom erhöhen ihre Gebühren, die sie derzeit vielen ihrer Kunden auf dem Postweg zustellen.

Gerade deshalb sollten die Verbraucher jetzt einen Anbietervergleich anstellen, denn ein Wechsel kann durchaus viel Geld sparen.

93 Gasversorger erhöhen ab dem 1. Juli ihre Tarife um durchschnittlich 8,2 Prozent. Um ca. 5 Prozent werden die Energiepreise von 49 Versorgern angehoben. Dagmar Ginzel, Verbraucherinformationsdienst Verivox, sprach hierbei davon, dass dies “lediglich ein Vorgeschmack” sei. Hier vertritt man die Auffassung, dass eine Preissteigerung von 50 Prozent möglich ist, was beim Gas schneller eintreten könne. Dagmar Ginzel weiter: "Der bundesweit tätige Anbieter ‚E wie einfach‘ hat in der vergangenen Woche die einjährige Preisgarantie aus den meisten Verträgen gestrichen".

Allerdings kam es in der vergangen Zeit wettbewerbsbedingt bei den Energiepreisen zu Bewegung. Bei einem Anbieterwechsel vom teuersten zum günstigsten sind 427,- EUR Ersparnis drin, was 68 Prozent ausmacht.

Bei Gas ist das Einsparpotential mit etwa 100,- EUR wesentlich geringer, da es hier noch nicht so viele Anbieter und in manchen Gebieten sogar nur ein einziger Gaslieferant agiert. Trotzdem rät Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zu einem Anbieterwechsel, auch wenn die Ersparnis nicht so hoch sein sollte. Er empfiehlt außerdem, gegen jede Erhöhung für Gas unter Hinweis auf Paragraf 315 BGB einen Einspruch einzulegen und darüber hinaus, die Preiskalkulation seitens des Unternehmens offen legen zu lassen. Da einige Versorger für Energie seit vier Jahren eine plausible Begründung für ihre Erhöhungen schuldig blieben, konnten sie seit dieser Zeit keine Preiserhöhungen durchsetzen.

Es ist auch darauf zu achten, dass die Unternehmen Preisgarantien geben. Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband Verbraucherzentrale, sagte dazu: "Gerade beim Gas ist dies mit Blick auf den zu erwartenden Kostenschock sinnvoll". Allerdings sollte man sich nicht länger als ein Jahr an einen Vertrag binden lassen, denn die Krise an den Ölmärkten kann sich auch wieder verändern und zurückgehende Preise kämen dem Kunden dann nicht zugute.

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