Internet-Portale empfehlen falsche Stromtarife

Stiftung Warentest hat sich einige Vergleichsportale hinsichtlich von Gas- und Strompreisen genauer angesehen und musste feststellen, dass die Portale Toptarif, Stromtarife.de und Verivox unterschiedliche Angaben machen.

Als günstigsten Stromanbieter benennt das Portal Stromwechsel.de im Raum Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf und Leipzig das Unternehmen Eprimo. Dieser Stromlieferant ist zwar durchaus günstig, aber man kann Strom auch noch billiger bekommen.

Verivox kommt nach der Untersuchung von Stiftung Warentest die Note „sehr gut“, denn hier wird dem Kunden in der Tat der günstigste Anbieter benannt. Mit „gut“ wurden Toptarif.de, Wer-ist-billiger.de und Tarifvergleich.de bewertet. Von den elf untersuchten Portalen, bestanden vier davon den Kriterien von Stiftung Warentest nicht.

Achim Schröder, der beim Vergleichstest der Projektleiter war, rät: „Verbraucher sollten auf jeden Fall mindestens zwei bis drei Portale befragen und dann die Ergebnisse miteinander vergleichen. Die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen sollten so kurz wie möglich sein.“ Auch er rät von Vorauszahlungen ab: „Man muss seinen Bedarf vorab schätzen, wenn man aber sparsam ist und weniger verbraucht, zahlt man trotzdem den vollen Betrag. Benötigt man mehr, muss man teuer hinzukaufen.“ Ebenso stellte Stiftung Warentest fest, dass auch die angegebenen Tarife bei einigen Portalen nicht immer zu den angegebenen Postleitzahlen passten.

Bei Preisvergleichen Gas sieht es ähnlich aus. Auch hier wird deshalb empfohlen, sich auf mehreren Internetseiten über die Preise zu informieren. So gab es bis zu 400,- EUR Preisunterschiede unterschiedlicher Vergleichsportale für eine Postleitzahl.

Ein Grund hierfür könnte sein, dass so manch ein Portal Provisionen für neue Kunden kassiert. Für neue Stromkunden variiert diese zwischen 15,- bis 80,- EUR pro Kunde.

Ein gutes Portal ist u. a. daran erkennbar, wenn der Verbraucher nicht zu einem Vertragsabschluss gedrängt wird. Von der Verbraucherzentrale Brandenburg kam hierzu auch noch der Hinweis, doch direkt die Preise beim Anbieter zu erfragen: „Dann gibt es das Ganze oft sogar noch einmal günstiger.“

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