Strom und Gas werden schon wieder teurer

Die nächste Preiswelle von Erhöhungen für Gas und Strom rollt schon wieder auf die Verbraucher zu. 199 Gasversorger und 33 Versorger für Strom haben zum September bzw. Oktober Tariferhöhungen angekündigt. Nach wie vor lohnt sich oft ein Anbieterwechsel, doch leider gibt es durch diesen Trend auch eine höhere Anzahl unseriöser Offerten.

16,4 % durchschnittlich müssen Gaskunden dann mehr bezahlen, Stromkunden trifft es mit etwa 6,23 % jährlich. Diese Zahlen hat das Portal “Tarifvergleich.de” im Auftrag von Welt.online ermittelt. Auch wurde dabei festgestellt, dass einige Anbieter dabei sind, die bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Gebühren erhöhen. Auch wird gemäß der Information von Isabel Wendorff, Sprecherin des Vergleichsportals, prognostiziert: “Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahresende vor allem im Gasbereich noch weitere Erhöhungen im zweistelligen Bereich hinzukommen werden.”

Den stärksten Preisanstieg (13 %) müssen die Kunden des Stromanbieters Stadtwerke Elmshorn (Schleswig-Holstein) verkraften. Nur geringfügig weniger mit 12 % trifft es die Kunden der Stadtwerke Gaggenau (Baden-Württemberg).

Vom Verbraucherschutz wird deshalb wieder an die Kunden appelliert, einen Anbieterwechsel vorzunehmen. Der Jurist von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Jürgen Schröder, betonte dazu: „Kunden müssen sich nur einen neuen Stromanbieter suchen und mit diesem einen Vertrag abschließen. Alles Weitere erledigt der neue Versorger. Wechselkosten gibt es ebenso wenig wie ein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen“.

Durch die steigende Anzahl von Gasversorgern bewegt sich auch hier der Markt. Durch einen Wechsel können Verbraucher etliches an Kosten sparen.

Aber es wird auch immer wieder vor zu schnellen Vertragsabschlüssen gewarnt. Die Angebote müssen in jedem Fall genau geprüft werden. Vom Bund der Energieverbraucher kam dazu der Hinweis, dass die Angebote in Form von Sozialrabatten für einkommensschwache Familien oftmals noch teurer als in einem Normaltarif seien.

Auf eine zeitliche Bindung an einen Vertrag mit entsprechender Preisbindung von mehr als einem Jahr wird eher abgeraten. Ebenso sollte man von Angeboten mit Vorauskasse besser die Finger lassen.

Von Verbraucherzentralen kann man sich zu diesen Themen immer auch eine Beratung einholen. Als unseriöse Anbieter gelten inzwischen TelDaFax und Eprimo. Gegen den Erstgenannten laufen bereits zwei Klagen.

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