15,5 % KV-Einheitsbeitrag ab 2009 – Arbeitslosenbeitrag sinkt

Um die Kostenbelastung für Arbeitnehmer zu senken, werden wahrscheinlich die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung ab dem kommenden Jahr auf 2,8 Prozent von derzeit 3,3 Prozent sinken.

Allerdings werden durch den Gesundheitsfonds ab 2009 die Krankenkassenbeiträge auf 15,5 Prozent einheitlich festgelegt, so dass dies für viele Versicherte erheblich teurer werden wird. Der endgültige Beitragssatz wird am 29. Oktober entschieden. Von Seiten der GKV hält man diesen Beitragssatz aber immer noch für zu gering. Hier hatte man 15, 8 Prozent für erforderlich gehalten. Dies schon allein bedingt durch die höheren Honorare für Ärzte und Kosten der Krankenhäuser.

Trotz der sinkenden Beiträge für die Arbeitslosenversicherung wird es für den größeren Teil zu höheren Lohnnebenkosten kommen, die ja ursprünglich sinken sollten. Erst im Juli 2008 wurde der Beitragssatz für die Pflegeversicherung erhöht. Insgesamt werden Arbeitnehmer dann 40,15 Prozent Sozialabgaben zu entrichten haben.

Ein Versicherter bei einer gesetzlichen Krankenkasse mit einem Satz von 12,7 Prozent wird dann in etwa 345,00 EUR im Jahr mehr für Sozialausgaben aufbringen müssen. Verdiener mit einem Einkommen über 3.675,00 EUR werden abzüglich der Einsparungen durch die sinkende Arbeitslosenversicherung sogar bis etwa 500,00 EUR mehr bezahlen müssen. Nicht zuletzt müssen auch die Arbeitgeber mehr Kosten aufbringen, da er sich die Kosten für die Krankenversicherung mit dem Arbeitnehmer teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.