Krankheit bekannt: Vorläufiger Versicherungsschutz bleibt

Gemäß dem Urteil vom Saarländischen Oberlandesgericht (OLG)zum Aktenzeichen 5 U 643/06 81 führt die Fachzeitschrift „Recht und Schaden“ aus, dass eine Risikolebensversicherung auch dann einen Versicherungsschutz gewähren muss, wenn mögliche Krankheiten des Versicherten bereits bekannt waren. Dies setzt voraus, dass der Versicherte ordnungsgemäß auf Vorerkrankungen hingewiesen und die Versicherungsgesellschaft für diese spezielle Krankheit keinen Ausschluss von der Versicherungsleistung erklärt hat.

Kläger war ein Witwer, dessen Ehefrau in ihrem Antrag auf eine Risikolebensversicherung als Krankheit eine Thrombose angegeben hatte. Von dem Versicherungsunternehmen war der Antrag bestätigt worden. Man sagte ihr weiterhin einen vorläufigen Versicherungsschutz zu. Bevor es zu einem endgültigen Abschluss des Versicherungsvertrages kam, verstarb die Ehefrau auf Grund einer Lungenembolie. Sodann weigerte sich die Versicherung, Zahlungen zu leisten.

Das Oberlandesgericht gab dem Witwer Recht, denn die Versicherung hatte keinerlei Einschränkungen vorgenommen, was den vorläufigen Versicherungsschutz angelangte. Die Erkrankung war ordnungsgemäß angegeben worden. Somit wurde die Versicherung zur Zahlung ihrer Leistungen an den Witwer verurteilt.

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