Tarifwechsel Krankenversicherung – Verbraucherschützer warnen

Gesetzlich Versicherte sollten möglichst nicht noch in diesem Jahr ihren Tarif wechseln. Darauf verweist die in Berlin ansässige Bundeszentrale der Verbraucherverbände. Gegenüber der „Berliner Zeitung“ erläuterte Susanne Mauersberg dazu: „Wer keinen ganz klaren, akuten Grund hat, den Tarif zu wechseln, der sollte jetzt abwarten.“ Alleiniger Grund für diese Empfehlung ist, das mit der Einführung des Gesundheitsfonds ab kommendem Jahr die meisten gesetzlichen Kassen neue Wahltarife im Angebot haben werden.

Nutzt ein Versicherter einen Wahltarif, bindet er sich damit automatisch für eine Dauer von drei Jahren an seine Krankenkasse. Der Versicherte kann in dieser Zeit auch von keinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ein Sonderkündigungsrecht entsteht beispielsweise dann, wenn die Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt.

Susanne Mauersberg weiter: „Es wird sehr viele Veränderungen in sehr kurzer Frist geben. Und die sind schwer zu überschauen.“ Selbst für die einzelnen Krankenkassen ist schwerlich einschätzbar, welche Folgen der Gesundheitsfonds auf ihre Finanzplanung haben wird. Mauersberg erläutert darüber hinaus, die neue Tarifgestaltung sei„der Versuch, jetzt möglichst gute Risiken zu binden“. Mauersberg warnte im Hinblick darauf, dass vorzugsweise gesunden Mitgliedern diese Tarife angeboten würden: „Es ist nicht im Interesse des Versicherten, jetzt das erstbeste Angebot wahrzunehmen.“

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