Kunde haftet bei Geldabhebung mit richtiger Geheimzahl

Gemäß dem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Az.: 17 U 170/07) haftet ein Kunde einer Bank, wenn von seinem Konto Abhebungen mit einer korrekten Geheimzahl vorgenommen wurden.

Das Gericht vertrat hiernach die Ansicht, dass in solch einem Fall davon auszugehen ist, dass der Kunde die Geheimzahl nicht ordnungsgemäß aufbewahrt hat oder im Zweifel die Barabhebung sogar selbst vorgenommen hat.

Kläger war ein Bankkunde, der die Rückerstattung eines Geldbetrages von seiner Bank verlangte. Die Barabhebung war in Thailand mit der korrekten Geheimzahl und der EC-Karte vorgenommen worden. Der Kläger machte geltend, dass seine Kundendaten ausgespäht worden sein müssten. Deshalb lehnte er ab, für den Schaden zu haften.

Das Gericht war hier aber der Meinung, dass der Kläger dies hätte beweisen müssen. Da der Kläger diesen Nachweis nicht erbringen konnte, ging der Schaden zu seinen Lasten.

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