Grundsätzlich möglich: Vertragskündigung per E-Mail

Auch per E-Mail kann eine Vertragskündigung ausgesprochen werden. Dies entschied das Amtsgericht Frankfurt (AZ 30 C 730/08-25). Das Gericht vertritt die Ansicht, dass die Kündigung schon dann als zugegangen gilt, wenn sie in der Empfängermailbox abgespeichert ist. Es sei dabei völlig unerheblich, ob vom Absender eine Lesebestätigung angefordert wurde oder aber die E-Mail auch vom Empfänger abgerufen wurde.

Geklagt hatte ein Adressenhandel gegen einen ihrer Kunden, welcher seinen Vertrag per E-Mail gekündigt hatte. Vertragsgegenstand war eine regelmäßige Adressenlieferung. Das Unternehmen hatte die E-Mail nicht erhalten und wollte weitere Zahlungen des Kunden geltend machen. Allerdings konnte der Kunde zweifelsfrei nachweisen, dass die E-Mail von ihm versandt worden war. Darüber hinaus war ihm auch keine Mitteilung über die Unzustellbarkeit zugegangen.

Dies befand das Gericht als ausreichend, dass es die Kündigung des Kunden als wirksam betrachtete, denn eine Lesebestätigung des Empfängers ist hierfür nicht unbedingt erforderlich.

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