Das Pfund sinkt – London wird zum Shoppingziel

Seit einiger Zeit ist ein stetiger Wertverlust des britischen Pfunds zu beobachten. Ende des letzten Jahres verlor die Währung gegenüber dem Euro sogar 20 Prozent. Dadurch ist England als Shoppingziel sehr attraktiv geworden.

Rechnet man die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen in den Euro um, sind sie nun wesentlich günstiger für die Euro-Länder geworden. Experten vertreten sogar die Ansicht, dass das Pfund bald für einen Euro zu haben sein wird. Eine Parität zwischen Euro und Pfund
hat wohl kaum jemand in der Vergangenheit für möglich gehalten.

Der Unicredit-Analyste Armin Mekelburg sagt: „Psychologisch ist die Parität ein reizvolles Ziel mit Zugkraft“.

Im Dezember letzten Jahres hatte der Euro einen Wert von 98,05 Pence. Letzten Dienstag lag der Kurs bei 91,27 Pence. Am kommenden Donnerstag wird von der Bank of England (BoE) eine Senkung der Zinsen erwartet, was das Pfund wieder schwächen könnte.

In den vergangenen Jahren zahlte man für einen Euro etwa 65 bis zu 70 Pence. Aber eine Trendwende kündigte sich schon seit 2007 an. Thomas Amend, HSBC Trinkaus, dazu: „Großbritannien ist eines der Länder, die von der internationalen Krise am stärksten betroffen sein werden. Fast zehn Jahre kontinuierlichen Wachstums sind zu Ende gegangen“.

Allerdings erwarten Experten aber auch, dass sich das Pfund wieder erholen wird. Dass es aber wieder gegenüber dem Euro bei 70 Pence liegen könnte, halten die meisten für unwahrscheinlich.

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