Neue EU-Bankregeln: Kunden müssen vorsichtiger sein

Zum Ende des Monats werden in der EU neue Regelungen für Zahlungen mit Karten, für Lastschriften und Überweisungen gelten. Verbraucherschützer raten Bankkunden, nun noch sorgfältiger beim Zahlungsverkehr zu sein.

Zurzeit erhalten alle Bankkunden mit der Post die veränderten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Da diese sehr umfangreich sind, fällt es vielen Kunden doch recht schwer zu filtern, wo Änderungen erfolgt sind.

Lediglich die Bankleitzahl und Kontonummer sind jetzt bei einer Überweisung entscheidend. Dabei spielt keine Rolle, ob diese an einem Terminal oder mittels Überweisungsträger oder auch online veranlasst wurde. Ein Vergleich, ob der Empfänger auch zur Kontonummer passt, erfolgt nun nicht mehr. Dabei wird von der Verbraucherzentrale Sachsen gewarnt, dass es trotzdem mal zu einem Zahlendreher kommen kann. Dies kann jetzt erhebliche Auswirkungen haben, für dessen Folgen allein der Bankkunde haftet.

Ein Widerruf einer Überweisung ist nun auch nicht mehr möglich. Sind sie erst im Bankcomputer gespeichert, kann nicht einmal ein sofort bemerkter Irrtum berichtigt werden. Daher sollten die Angaben sehr genau geprüft werden, bevor eine Überweisung ausgelöst wird, denn ob sich bei einem Fehler das Geldinstitut kulant zeigt, ist fraglich.

Bei dem Verlust einer Bankkarte muss der Kunde bis zu einer Schadenshöhe von 150,- EUR diesen selber tragen. Mehrere Banken und Sparkassen haben aber schon mitgeteilt, dass sie trotzdem die gesamte Schadenshöhe ersetzen wollen. Dies setzt allerdings voraus, dass der Kunde nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Denn dann haftet er für diesen mit dem ihm mit der Karte zur Verfügung stehenden täglichen Betrag. Gleiches gilt auch beim Online-Banking.

Mit diesen neuen Regelungen wird der Zahlungsverkehr in der Europäischen Union vereinheitlicht. Der Zahlungsverkehr soll nun in einer kürzeren Zeit umsetzbar sein.

Bald sollen auch Lastschriften außerhalb Deutschlands möglich sein. Ab November dieses Jahres werden diese Möglichkeit einige Kreditinstitute anbieten. In einem Jahr müssen dies alle Geldinstitute ermöglichen.

Mit den neuen Sepa-Lastschriften sind neue Fristen einzuhalten. Wird beispielsweise ein nicht korrekter Betrag vom Konto eingezogen, bleiben acht Wochen, um den Fehler zu korrigieren. Vorher waren es sechs Wochen.

Kunden soll es auch einfacher gemacht werden, einen Bankwechsel vorzunehmen. Informationen über bestehende Daueraufträge müssen nun innerhalb einer Woche ausgetauscht sein. Dies betrifft nicht Lastschriften.

Weitere Infos zum Thema:

http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article4654076/Kunden-muessen-am-Bankschalter-bald-aufpassen.html

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