Kreditkarten – Bei Falschbuchungen Recht auf Erstattung

Derzeit werden von Kunden in großer Zahl Kreditkarten umgetauscht. Grund ist, weil Betrüger einen Datenmissbrauch vornehmen könnten.

Für betroffene Kunden, die auf den Abrechnungen ihrer Kreditkarte Buchungen feststellen, die sie nicht zuordnen können und bei denen ein Kartenmissbrauch angenommen werden muss, hat Frank-Christian Pauli, Verbraucherzentrale Bundesverband aus Berlin, einige wichtige Fragen hierzu beantwortet:

1. Buchung wurde nicht vom Karteninhaber ausgelöst:

„Man hat in so einer Situation, wenn nicht die Karte verloren gegangen ist, Anspruch auf Rückerstattung dieses Betrages. Man wendet sich dann an die Bank und sagt, diese Buchung kommt nicht von mir, die weise ich zurück. Und dann muss diese Buchung rückgängig gemacht werden. Gegebenenfalls haken die Institute noch einmal nach, aber das Gesetz steht auf der Seite der Verbraucher.“

2. Bestehen Rechtsansprüche auf Schadenersatz/Erstattung?

„Das Gesetz sagt in diesen Fällen, dass Buchungen, die ich nicht autorisiert habe, mir nicht in Rechnung gestellt werden dürfen. Und wenn sie doch vom Konto abgezogen werden, dann müssen diese Beträge unverzüglich wieder korrigiert werden. Und zwar muss so zurückgebucht werden, dass mein Kontostand korrigiert wird. Wenn ich zum Beispiel durch so eine Buchung in einen Dispo-Zins gefallen bin, dann muss auch das ausgeglichen werden.“

3. Welche Meldefristen beim Geldinstitut müssen eingehalten werden?

„Man muss eine fehlerhafte Buchung unverzüglich melden, wenn man sie erkennt und im eigenen Interesse sollte man das auch tun. Es gibt aber auch eine zweite Frist: Bis zu 13 Monate kann eine bis dahin unentdeckt gebliebene Buchung auch noch korrigiert werden. Erst dann ist der Anspruch ausgeschlossen.“

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