Bei Anruf Betrug? Bewahre!

Da rief die Lottogesellschaft bei Herrn Diekhans an, die ihm vermittelte, er habe 30.000 Euro (oder optional einen BMW) gewonnen. Ohne Bedingung? Doch, da wäre noch etwas. Er sei zwar als Gewinner ausgelost, doch um seinen Gewinn auch in Anspruch nehmen zu können, sollte er umgehend eine Nummer anrufen, sonst verfalle beides.

Der Anrufer „Friedrich von Haber“ oder Kollegin „Carmen Götz“ von der vermeintlichen Lottogesellschaft hatten lediglich vor, Herrn Diekhans auf eine 0900er-Nummer zu leiten. Tarif hier: entweder 3,- Euro pro Minute oder 30,- Euro einmalig. Beides teurer als das teuerste Auslandsgespräch zurzeit, vielleicht wäre so ein Preis gerade für ein Gespräch zum Jupiter gerechtfertigt. Es ist nicht neu, dass das Telefon klingelt und man auf eine Mehrwertnummer hingewiesen wird. Doch neu ist, dass es keine Bandmaschine ist. Sondern ein Mensch, der mit einem redet und Begeisterung teilt – sagen die einen. Oder ein Verkäufer, rhetorisch; möglicherweise psychologisch geschult, sagen die anderen.

Es ist dieser Beitrag doch tatsächlich eine Warnung der Bundesnetzagentur, die die 0900er-Nummern überhaupt schalten darf. Antragsteller sind, so die Behörde, auf den ersten Blick eigentlich nie in ihrer Absicht unterscheidbar (denn bekommen kann jeder so eine Nummer). Schon gar nicht darin, ob es sich (wie im Fall oben) möglicherweise um Adressenhändler handelte. Es gibt jedoch einen durchaus wirksamen Rettungsplan für denjenigen, der z. B. nun doch nicht gern seinen Gewinn wie oben abholen würde – und dies zu sagen, lässt zumindest die Behörde in lauterem Licht erscheinen.

Bei Anruf: Man melde sich direkt und ohne Verzögerung bei der Bundesnetzagentur. Per Anruf, Mail, Fax – ohne „Jupitertarif“. Bei der geringsten Beschwerde schalten sie jede Nummer rigoros ab – und verbieten jede Telefonrechnung darüber (rückwirkend bis zum Tag der Beschwerde). (Quelle)

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