Erben erhalten mehr aus Lebensversicherung

Durch das Urteil vom 28. April 2010 des Bundesgerichtshofes (BGH) aus Karlsruhe, haben nun gesetzliche Erben einer Lebensversicherung unterm Strich mehr davon.

Der Bundesgerichtshof hat festgelegt, dass der Pflichtteil jetzt nach dem Wert ermittelt wird, den die Lebensversicherung kurz vor dem Tod des Erblassers hatte, womit nun der Rückkaufswert die größte Rolle spielt. Damit können nun auch Hinterbliebene, die im Vorfeld enterbt wurden, auf höhere Anteile hoffen. Enterbungen sind oftmals vorgenommen worden, wenn eine zweite Ehe geschlossen wurde und die neue Ehefrau bei der Lebensversicherung neu als Bezugsberechtigte aufgenommen wurde.

Die Erben sind nach dem neuen Urteil in der Lage, trotzdem ihren Pflichtanteil einzufordern.
Die BGH-Mitteilung ist unter dpaq.de/XJ90P einsehbar, eine Broschüre „Erben und Vererben“ kann als Pdf-Dokument unter dpaq.de/Broschuere heruntergeladen werden.
– Pflichtteil: Im Prinzip hat jeder Mensch das Recht zu entscheiden, wer sein Erbe sein wird. Somit sind auch Freunde als Erben möglich. Da es allerdings für nicht gerecht befunden wurde, dass die eigenen Kinder nichts bekommen, wurde der Pflichtteil für diese Familienangehörigen eingeführt.
Allerdings gibt es seit diesem Jahr mehr Möglichkeiten, auch diese Erben um ihren Pflichtanteil zu bringen (beispielsweise, wenn der Angehörige den Erblasser ums Leben bringen wollte u. ä.). Ebenso gilt die Verhängung einer Freiheitsstrafe als Grund.

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