Ein Auf und Ab bei Dispo-Zinsen

Die unabhängige Finanzberatung FMH aus Frankfurt hat aktuell eine Untersuchung bezüglich Zinskonditionen durchgeführt. Ergebnis ist, dass einige Geldinstitute ihre Dispo-Zinsen angehoben haben. Andere Banken hingegen haben sie für ihre Kunden abgesenkt.
In regelmäßigen Abständen führt die FMH diese Marktanalysen bei 60 Geldinstituten durch. Davon haben drei ihre Dispo-Zinsen angehoben, was laut Max Herbst, Chef der FMH, eigentlich den Regelungen vom Gesetzgeber entspricht. Dieser hat nämlich die Banken in die Pflicht genommen, die Höhe des Dispo-Zinsen an die Höhe des Referenzzinses anzulehnen. Damit will man vermeiden, dass eigenmächtige Zinserhöhungen nicht vorgenommen werden.
Als Referenzzins gilt oftmals für ein viertel Jahr der Euribor (Euro Interbank Offered Rate). Der Euribor spiegelt den Durchschnitt aller Zinssätze wieder gemessen an den Konditionen von 57 großen Banken, zu denen diese sich im Europäischen Gebiet gegenseitig Geld leihen. Steigt der Euribor also an, könnten die Geldinstitute ihre Dispo-Zinsen erhöhen, fällt er, müssen die Geldhäuser ihre Zinsen entsprechend nach oben anpassen.
Grundlage hierfür ist allerdings nach wie vor bei einer Anhebung oder Absenkung von Zinsen der ursprüngliche Zinssatz, der vor dieser Gesetzgebung eingeführt wurde. Gemäß Informationen von der FMH liegen die Dispo-Zinsen durchschnittlich bei 11,21 Prozent. Bei Kontoüberziehungen, die über dem bewilligten Überziehungsrahmen liegen, beträgt der Zinssatz durchschnittlich 15,56 Prozent. Max Herbst sagt dazu: „Es ist daher die Frage, ob das Gesetz dem Kunden hilft.“
Die oben genannten Zinssätze entsprechen dem Stichtag 27. Oktober 2010.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1060412

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