Hohe Kosten für Pfändungsschutzkonto

Für die Führung eines Pfändungsschutzkontos werden von etlichen Banken den betroffenen Kunden beachtliche Gebühren hierfür berechnet, was von der Verbraucherzentrale Sachsen aus Leipzig kritisiert wird.

Andrea Heyer berichtet, dass in der Verbraucherzentrale ein Fall bekannt wurde, wo einem Kunden pro Monat für dieses Konto Gebühren von 15,- EUR berechnet wurden. Die Kontoinhaber können sich nur schlecht gegen diese hohen Gebühren wehren. Es wird daher empfohlen, sich erst bei einer Schuldnerberatung Hilfe zu suchen, bevor so ein Konto eingerichtet wird. Unter Umständen ist die Führung eines Pfändungsschutzkontos überhaupt nicht nötig.

Seit 1. Juli 2010 können Bankkunden von ihrem Recht Gebrauch machen, bei einer Verschuldung das bestehende Girokonto zu einem Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Monatlich sind hier 985,15 EUR geschützt und können von keinem Gläubiger angetastet werden. Der Kontoinhaber selbst kann über das Guthaben verfügen und Barabhebungen und auch Überweisungen ganz normal ausführen.

Allerdings verlangen die Geldinstitute für diesen Service hohe Gebühren. Bei einem normalen Girokonto fallen monatlich nur ein paar Euro an. Aber jene Bankkunden, die finanzielle Probleme haben und aus diesem Grund ein Pfändungsschutzkonto brauchen, müssen hierfür wesentlich höhere Kosten tragen.

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