Umkehrhypothek: Rente aufbessern

Mit einer eigenen Immobilie können Rentner durchaus ihr monatliches Einkommen erhöhen. Dies ist möglich durch eine Umkehrhypothek, mit der sie ihr Haus beleihen können. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Immobilie an eine Stiftung zu übertragen. Bei beiden könnten die Inhaber der Immobilie in dieser ohne weitere Kosten wohnen bleiben, bekämen aber eine zusätzliche Rente. Dies bieten beispielsweise die in Schleswig-Holstein ansässige Investitionsbank, die Immokasse, die Caritas Krefeld und auch die Stiftung Liebenau an.

Rentner können bei einer Immobilienrente über die Investitionsbank Schleswig-Holstein ab dem 60. Lebensjahr eine Umkehrhypothek erhalten, welche monatlich gezahlt wird. Die Auszahlungshöhe richtet sich nach dem Alter des Besitzers und auch nach dem Immobilienwert. Die Auszahlungsdauer erfolgt so lange, bis die Lebenserwartung laut Statistik erreicht worden ist. Mit der derzeitig effektiven Jahresverzinsung von 6,31 Prozent wird dieses Darlehen nach einem Zeitraum von 5 Jahren für die Rückzahlung fällig gestellt.

Torsten Fragel als Sprecher der Investitionsbank erläutert: „Das Interesse an unserem Angebot steigt, bisher ist es aber auf Schleswig-Holstein begrenzt.“ Hier wurden bereits Vereinbarungen über 20 Rentenzahlungen geschlossen. Dieses Angebot ist in jedem Fall etwas Neues.

Allerdings wird schon an einem Gesetzesentwurf seitens des Bundesfinanzministeriums gearbeitet, damit der rechtliche Aspekt klar ist. Bedarf gibt es ausreichend.

Die Caritas Krefeld bietet die Hausstifter-Rente an. Bei diesem Modell werden die Immobilien der Caritas Gemeinschaftsstiftung übertragen. Auch hier erhalten die Besitzer eine Rente, die ebenfalls nach dem Wert der Immobilie und dem Lebensalter errechnet wird.

Die gemeinnützige Stiftung Liebenau aus Baden-Württemberg bietet die Zustifter-Rente an. Sie kauft die angebotenen Häuser, sichert dabei ein Wohnrecht auf Lebenszeit zu und zahlt eine monatliche Rente.

Jörg Sahr von der Stiftung Warentest bewertet diese Angebote als durchaus interessant. „Wer weiß, dass er in seinem Haus bis ins hohe Alter wohnen will, für den ist dies die einzige Alternative, seine Rente aufzubessern.“ Alternativ ist allerdings hierbei auch zu überlegen, ob man die Immobilie veräußert, denn der Erlös durch den Verkauf dürfte höher sein, als die ausgezahlte Rente.

http://www.welt.de/finanzen/altersvorsorge/article13446751/Das-eigene-Heim-in-eine-Extra-Rente-umwandeln.html

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