Elektronische Lohnsteuerkarte: fehlerhafte Einträge

An 40 Millionen Steuerpflichtige werden derzeit Mitteilungen verschickt, welche Angaben auf ihrer elektronischen Steuerkarte gespeichert sind, die zum Teil Fehler enthalten. So wurden falsche Steuerklassen vermerkt oder auch die Angaben zur Religionszugehörigkeit fehlerhaft eingetragen. Weiterhin fehlen Freibeträge, wenn sie für ein Kalenderjahr gelten (z. B. Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen).

Steuerzahlern wird daher empfohlen, die Eintragungen genau zu kontrollieren und etwaige Fehler zu beanstanden. Hier gilt zu beachten, dass für die Änderungen die zuständige Finanzbehörde verantwortlich ist. Änderungen sollten am besten auf schriftlichem Weg eingefordert werden, da derzeit die Ämter überlastet sind.

Allerdings werden Änderungen nicht zum Januar 2012 wirksam. Vom Finanzministerium wurde erst ab dem zweiten Quartal 2012 der Beginn von ELStAM festgelegt. Daher verwenden die Ämter die Daten von 2011.

Als Fehler gilt nur, wenn beispielsweise Lohnsteuerklasse oder auch Religionszugehörigkeit falsch eingetragen wurden. Freibeträge hingegen sind ohnehin in jedem Jahr neu zu beantragen. Entstehen Kosten für Fahrten zur Arbeitsstelle oder für die Kinderbetreuung, kann dies ebenfalls eingetragen werden. Hierzu ist ein „Antrag auf Lohnsteuerermäßigung“ zu stellen. Diesen kann man im Internet direkt bei der Bundesfinanzverwaltung runterladen.

Wer falsche Angaben nicht korrigiert, wird im kommenden Jahr mehr Steuern zu zahlen haben. Gerade, wenn die Lohnsteuerklasse falsch ist, kann sich das sehr am Nettoverdienst bemerkbar machen.
http://www.welt.de/finanzen/steuern-recht/article13694005/Falsche-Eintraege-bei-elektronischer-Lohnsteuerkarte.html

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